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In Zentralalgerien erstreckt sich
eines der größten Sandmeere der Sahara - der Grand Erg Occidental -
der Große Westliche Erg - das Land der Wanderdünen.
Wind
und Sonne sind die wahren Herrscher der Wüste; und beide stehen im
ständigen Kampf mit dem Menschen, der dabei fast immer der Verlierer
bleibt.
Vor
8-10000 Jahren war die Sahara größtenteils eine fruchtbare
Savannenzone - heute ist sie die größte zusammenhängende Wüste
unserer Erde. Die Bewohner der Oasen führen seit vielen Generationen
einen fast aussichtslosen Kampf gegen die oft gnadenlos scheinende
Sonne und die Sandmassen der Dünen, die mit ihrer Urgewalt über die
von Menschenhand geschaffenen Palminseln
hinwegwehen. Der Wind und der Sand, die Hitze des Tages und die Kälte
der Nacht haben diese Landschaft geformt und werden sie so schnell
nicht wieder hergeben.
Am
Südlichen Ausläufer des Grand Erg Occidental gelegen, war und ist
die Oasenstadt Timimoun
das Zentrum eines Verbundes kleinerer Oasen (Tinerkouk, Swani,
Tagouzi, Aougrout, Deldoul) am Rande des Plateaus
von Tademaït und des Dünenmeer des Grand
Erg Occidental. Die hier lebenden Menschen
versuchen seit Jahrhunderten ihre Palmenpflanzungen vor dem alles
bedrohenden Flugsand zu schützen und somit der Wüste etwas
Kulturland abzuringen. Gleichzeitig war die Region Durchzugsgebiet
vieler Karawanenrouten, auf denen der Transsaharahandel zwischen
Schwarz- und Nordafrika abgewickelt wurde. An ihren Knotenpunkten,
wie z.B. in El Golea, Ghardaia und Timimoun - entstanden
Handelszentren, in denen die Oasenbewohner zu Wohlstand und Einfluss
gelangten. Die verwinkelte Altstadt mit ihren
Häusern, ganz im Stampflehm des sudanesischen
Stils erbaut, hatte in früheren, kriegerischen Zeiten, die Aufgabe
die Grenzen der arabischstämmigen Chaambanomaden zu den südlichen
Stammesgebieten der Touareg zu sichern. Übereste alter Ksour
(Stammesburgen) verbreiten selbst heute noch einen recht
nachdrücklichen Eindruck von diesen oft recht kriegerischen Zeiten
mit ihren Karawanenüberfällen und Stammeskonflikten.
Jede
kleinere und größere Oasensiedlung ist von malerischen Palmengärten
umgeben;
wunderschön und friedlich. Wie zu
Ur-Ur-Großvaters Zeiten werden die kleinen Felder noch immer durch
eine weit verzweigte Foggara-Bewässerung mit dem
lebenswichtigen, kostbaren Nass versorgt. Eine Uralte
Bewässerungstechnik, die von den Persern entwickelt (Qanat), im 11.
Jhd. ihren Weg in die Wüsten Nordafrikas fand.
Hier
fühlt man sich, speziell wenn man mehrere Tage in der Wüste
verbracht hat, dem Paradiesgarten sehr nah. Ein
Meer aus Palmen duckt sich vor den riesigen Sanddünen des Grand Erg
Occidental. Eine grünes Paradies – aber - stets vom Sand und
Wüstenwind bedroht.
Der
Südliche Grand Erg Occidental ist eine „Bilderbuchwüste“ wie
man sie sich nur erträumen kann. Kein Wunder, dass hier ein Großteil
aller französischen Wüsten-Kino-Filme mit Schauspielern wie
Belmondo und Co. gedreht wurden und immer noch werden.
In
diese Welt tauchen wir ein und überlassen uns dem Rhythmus der
Karawane. Besuchen kleine abgelegene Oasensiedlungen, in denen
scheinbar die Zeit stehen geblieben ist. Kein
Foto kann den Kontrast der Farben, die Fülle der Formen, die
Stimmung auf den kleinen Märkten, die Freundlichkeit der
Einheimischen und das Lachen der Kinder wiedergeben. Gastfreundschaft
wird hier noch groß geschrieben und schon nach kurzer Zeit wird hier
der Fremde wie ein Bekannter begrüßt.
Unsere
Trekkingkarawane von 8 Tagen in den Grand Erg
Occidental ist eine Reise zu Oasenbewohnern
und Nomaden, eine Reise in die Ursprünglichkeit und die Welt der
Wüstennomaden, in die menschenabweisende Kargheit der großen
Sandmeere.
Abgerundet
wird diese besondere Trekkingkarawane durch einen Besuch der
Landeshauptstadt Algier sowie der Mozabitenstadt Ghardaia
und der wunderschönen Oase El Golea, wo wir
die Einzige Wüstenkathedrale der Welt besuchen. Gegründet vom
Wüstenmissionar Charles de Foucauld.
1.
Tag (Sa): Nachtflug von Frankfurt nach –
Algier. Übernachtung
im Hotel 3*.
2.
Tag: Kleine Stadtbesichtigung von Algier
(abhängig vom Inlandflug in den Süden).
Transfer zum Flaghafen Algier. Am späten
Nachmittag geht es per Inlandsflug zur Oasenstadt
Timimoun, dem südlichen Tor zum Grand
Erg Occidental.
Transfer zu unserem Hotel.
3.
Tag: Kurze Fahrt zum
Treffpunkt mit unseren Kamelen und der
zugehörigen Begleitmannschaft vom Stamm der arabischen
Sha´amba-Nomaden.
Die Sha`amba gehören mit einigen anderen
Stämmen wie den Rigebat
in Mauretanien zu den rein saharischen arabischen Nomaden.
Entsprechend den Tuareg
im Süden der Sahara beherrschten Sie jahrhundertlang die Nordsahara
und deren Karawanenrouten und teilten auch mit ihren „Kollegen“
im Süden deren Gepflogenheiten - die Erpressung und schlimmstenfalls
Beraubung von Karawanen. Zum Teile gerieten diese Stämme auch
untereinander in Interessenkonflikte. Aus diesem Grunde mag man sich
auch heute noch herzlich wenig leiden. Die Grenze zwischen der Welt
der arabischen Nomaden und der Tuareg verlief auf der Höhe von
Timimoun.
Beginn
unserer ersten Karawanenetappe nach kurzer Einweisung und Vorstellung
unserer Karawanenmannschaft.
4.
- 9. Tag: Insgesamt acht Tage lang verläuft
unsere Karawane durch die beeindruckende und unberührte
Dünenlandschaft des Grand Erg Occidental
(Große Westliche Sandwüste).
Bei
dieser Trekkingkarawane im Land von Wind, Sand und Sternen, erfährt
man Wüste pur.
In
einem großen Bogen dringen wir tief hinein in das Dünenmeer des
Grand Erg Occidental.
Unsere Karawane quert Düne rauf und Düne runter große Dünenwälle
wo immer eine Passage möglich ist – eine anstrengende Sache für
Mensch und Tier. Übernachtet wird immer dort, wo etwas „Grünfutter“
für die Kamele zu finden ist. Die Landschaft ist so einsam, dass
sich hier die Wüstenfüchse „Gute Nacht“ sagen. Mit etwas Glück
sieht man sogar eine Herde Gazellen.
„Bar bela Ma – Meer ohne Wasser“
nannten die arabischen Karawanenführer die größte Wüste der Erde.
Sie verglichen Ihre Reise mit einer langen Seefahrt, und der Südrand
der Sahara war für sie der „Sahel“, das Ufer, dass es zu
erreichen galt. Und wie ein riesiges Ozean aus Sand zeigt sich das
Sandmeer der großen Ergs - Woge auf Woge verliert sich in der
Unendlichkeit des Raums. Ein arabisches Sprichwort sagt:
"Die Sahara ist der Garten Allahs, aus dem
dieser alles überflüssige menschliche und tierische Leben
entfernt hat, damit es einen Ort gebe, wo er in Frieden wandeln
kann."
Wer
einmal vom Rücken eines Kamels aus dem sanften Spiel von Licht und
Schatten zwischen den zum Teil gewaltigen Sandformationen der Erg
beigewohnt hat, wird diesen Garten niemals mehr vergessen.
Die
Wanderungen im ruhigen, aber stetigen Rhythmus einer Karawane, die
unendliche Weite der einsamen Wüstenlandschaft, das tägliche
Zusammenleben mit unserer Nomadenmannschaft und den Tieren als auch
die glitzernde Pracht des nächtlichen Sternenhimmels
werden wohl unvergessliche Eindrücke hinterlassen. Die
Übernachtungen unterm freien Sternenhimmel bzw. in Zelten
im Windschatten einiger "Dünenberge" runden das
Landeserlebnis ab und ermöglichen ein tieferes
Verständnis für die Lebensweise der Nomaden. Es steht außer
Frage, dass bei dieser Art des Reisens Land und Leute wesentlich
intensiver erlebt werden können, als dies bei einer Luxustour
mit Bus/Geländewagen und Vier-Sterne-Hotels der Fall wäre..
10.
Tag: Heute heißt es Abschied nehmen von
unseren neuen zwei- und vierbeinigen Freunden, die uns in den
vergangenen Tagen gewiss ans Herz gewachsen sind. Wir kommen wieder -
Insh´ Allah. Am frühen Nachmittag erreichen wir
Timimoun. Kurze Fahrt zum Hotel und zum
„duschen“. Anschließend besteht vielleicht
noch Gelegenheit die Stadt und ihre Einkaufsmöglichkeiten zu
erkunden.
11.
Tag: Vormittags besteht etwas Gelegenheit
sich den Ort und die Oase Timimoun anzuschauen. Nach der Mittagspause
verlassen wir Timimoun und fahren ca. 3 Stunden entlang der
Dünenwälle des Grand Erg Occidental gegen Norden zur Oasenstadt El
Golea (El Menea). El
Golea und seine Oase, malerisch zwischen dem
Steilabbruch einer großen Schichtstufe und den Dünenausläufern des
Grand Erg gelegen, ist vielleicht eine der schönsten Oasen der
Sahara. Ein Meer aus Palmen duckt sich vor den riesigen Sanddünen
des Grand Erg Occidental. Am Rande der Oase liegt die
„Wüstenkathedrale St. Joseph“.
Die Kirche ist das einzige christliche Gotteshaus der Sahara und
wurde vom Missionsorden der „Kleinen Brüder Jesu“ errichtet. Ihr
eigenwilliger Begründer war der berühmte Wüstenmissionar, Forscher
und Freund der Tuareg Charles de Foucauld,
dessen „Herz“ hier auf dem angrenzenden kleinen Friedhof in einem
Mamorsarkopharg seine letzte Ruhestätte fand.
12.
Tag: Nach dem Frühstück geht es in ca. 4
Stunden Fahrt in Richtung Norden nach Ghardaia,
dem Hauptort des Oued M`Zab
und Heimat der Mozabiten.
Einer kleinen muslimischen Sekte, die im 11. Jhd. aus der Region um
Ouargla vertrieben, sich hier in fünf sehr abgelegenen und sehr
wehrhaften Siedlungen niederließen. Im
Trubel des Marktes kommt wohl echtes „Morgenlandstimmung“ auf.
Sehr schön ist von hier der Blick auf die oberhalb der Stadt, im
sudanesischen Stil errichteten malerische Mosche mit eindrucksvollem
Minarett.
Im
Gegensatz zu Ghardaia bemühen sich die übrigen vier Mozabitenstädte
(El Ateuf, Bou Noura, Melika und Beni Isguen) ihre Ruhe und religiöse
Beschaulichkeit zu bewahren. Die fünf Mozabitenstädte wurden
bereits 1982 von der UNESCO als Weltkulturerbe
eingestuft.
13.
Tag (Do): Abflug gegen 08:00 Uhr morgens mit
Umsteigeverbindung in Algier. Ankunft in Frankfurt gegen 16:30 Uhr.
ACHTUNG!: TRH führt das
skizzierte Reiseprogramm mit den für Expeditionen zutreffenden
Einschränkungen (Gewährleistungs- und Haftungsausschluss) durch.
Änderungen des Reiseverlaufs bleiben ausdrücklich vorbehalten! Sollten
aus Gründen höherer Gewalt oder behördlicher Verfügung oder aus
anderen Gründen Zusatzkosten auftreten (z.B. zusätzliche
Aufenthalts-, Hotel- und Überführungskosten), so gehen diese zu
Lasten der Teilnehmer. 
Kameradschaft,
Teamgeist, Abenteuerlust und Komfortverzicht. Die täglichen Etappen
betragen 4-5 Stunden bei Tagestemperaturen von ca. 18-32° C., welche,
bedingt durch das trockene, gesunde Wüstenklima, gut zu bewältigen sind.

Linienflug Frankfurt-Algier-Ghardaia/Timimoun und retour
/ 4 Hotelübernachtungen in Algier 3* (Ü/F), Ghardaia und Timimoun
2* (HP), Transfers mit Bus und Geländewagen, Übernachtungen im
Wüstencamp in Zweipersonen-Zelten (auf Wunsch – bei Anmeldung
bitte angeben), expeditionsartige Vollverpflegung während der
Karawanentage, Begleitmannschaft mit Lastkamelen, Reitkamele auf
Wunsch (arabischer Packsattel), ab 8 Personen mit deutschsprachiger
Reiseleitung, ansonsten englischsprachig. Das skizzierte
Reiseprogramm mit den für Expeditionen zutreffenden Einschränkungen.
Änderungen im Tourenverlauf vorbehalten. Visa erforderlich.

| Preise: |
ALGERIEN Trekkingkarawane C
Erg Occidental 2120,- EUR ab/bis Frankfurt Anschlussflüge (Spartarif) ab allen deutschen Flughäfen ca. 140,- EUR bis 180,- EUR
EZ-Zuschlag (nur Hotel) + 120,- EUR
25,- EUR Luftverkehrssteuer
Zuschlag Reitkamel 150,- EUR
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| Termine: |
AL-TKC10C 25.12.10 - 06.01.11 #
AL-TKC11A 12.02.11 - 24.02.11 AL-TKC11B 15.10.11 - 27.10.11 AL-TKC11C 26.12.11 - 07.01.12
# -100,- EUR preisreduzierte Pilotreise
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| Teilnehmer |
Teilnehmer: 8 – 16 Personen |
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