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„Ja, wir lieben dieses Land,
wie es zerfurcht und
vom Wetter gegerbt aus dem
Wasser emporsteigt...“
(norw. Nationalhymne)

Norwegens Süden, das durch viele Bilder und Filme wohlbekannte „Fjordnorwegen“, besticht durch eine einmalig schöne Landschaft, geprägt vom Gletschereis, tief eingeschnittenen Fjorden und hohen, grünen bzw. teilweise schneebedeckten Bergen. Wie der Name schon besagt, sind es die Fjorde, diese wundeschönen und faszinierenden Meeresarme, die das Bild dieser Region bestimmen.
Dank der geografischen Lage und dem Einfluss des Golfstromes ist es entlang der Küste wärmer als an anderen Orten auf gleichem Breitengrad. Stabiles Sommerwetter, maritime Küstenkultur mit weißen Holzhäusern und stimmungsvollen Häfen und der Schärengarten mit unzähligen Inseln und Inselchen zeichnen den Süden Norwegens aus.
Hörnerhelme und Drachenboote, die Geschichte der Wikinger ist ein buntes Panorama des frühen Mittelalters. Wie kein zweites Volk prägten sie ihre Zeit als wagemutige Entdecker, einfallsreiche Handwerker und gewiefte Händler.
In den geschützten Fjorden und auf den windgepeitschten Schäreninseln der vorgelagerten Küstenlandschaft entwickelte sich schon in der frühen Eisenzeit jene Seefahrernation, die im Mittelalter vom achten bis ins frühe elfte Jahrhundert durch ihre „Wiking-Fahrten“ Europa in Angst und Schrecken versetzte, wenn ihre schmalen Drachenboote am Horizont auftauchten. Andererseits brachte ihre nordische Hochkultur Schiffsbau, Handwerk und Handel auf ein Niveau, dem im „alten Europa“ nur wenig gleichzusetzen war. Wikinger belagerten Köln und Paris, eroberten Großbritannien, befuhren mit ihren Knorrs (Handelsschiffe) die großen Ströme Russlands bis nach Byzanz und erreichten lange vor Kolumbus die Küsten Nordamerikas und Kanadas.

Unsere Entdeckerreise mit Bus und Fährschiffen führt von Deutschland aus, mit Haithabu als südlichstem deutschen Siedlungs- und Handelsplatz der Wikinger, nach Norwegen ins Kernland der alten Wikingerzivilisation. Auf Schritt und Tritt begegnen wir Zeugnisse der alten Wikinger als auch ihrer modernen Urenkel auf einer Zeitreise durch die Jahrhunderte. Den Auftakt macht Oslo, eine der sympathischsten Hauptstädte der Welt. Auf der Museumsinsel Bygdoy besichtigen wir das Wikingerschiffsmuseum mit dem berühmten Tuneschiff . Als würdigen Nachfahren der Wikinger wurden auf Bigdoy auch Fridjof Nansen und Thor Heyerdal im Fram - und Kon-Tiki -Museum ein anschauliches Denkmal gesetzt. Im weiteren Reiseverlauf durchfahren wir unterschiedliche Vegetationszonen, von den marinen Salzmarschen durch Bergwald und Heide bis hinauf auf die großartige Felskanzel des Preikestolen über dem Lysefjord, dem Gaustatoppen, mit 1883 m der höchste Berg Südnorwegens und zu den Gletschern des Folgefonnanationalparkes. Herrliche Ausflüge, gewürzt mit einer salzigen Meeresprise und dem Duft von Heidekraut, die fast stets einen Blick auf Fjorde und Nordsee ermöglichen.
Zur Abrundung der Reise besuchen wir die mittelalterliche Stabkirche in Roldal und das sehenswerte Nordvegen Historie Centers bei Avaldsnes. Wir bummeln durch die traditionsreiche Hansestadt Bergen mit ihren schmucken Holzhäusern und besichtigen Stavanger, traditionelle Hafen- und quirlige Öl-Hauptstadt Norwegens.



1. Tag: Abfahrt im komfortablen 4* Fernreisebus um 08:00 Uhr ab Mannheim Hauptbahnhof bzw. Flughafen mit weiteren Zustiegsorten unterwegs nach Schleswig.1 Hotelübernachtung (Ü/F)

2. Tag: Besuch des Wikingermuseums von Haithabu. Haithabu war in der Wikingerzeit einer der bedeutendsten Siedlungsplätze Nordeuropas. Hier liefen die wichtigsten Fernhandelswege zusammen. An diesem Ort mit seiner internationalen Bevölkerung konnte die christliche Mission schon recht früh Fuß fassen. Das Handwerk wies in der Fertigung zahlreicher Güter einen hohen Entwicklungsstand auf. Das Leben in einer derart vielschichtigen Siedlung trug bereits Merkmale einer mittelalterlichen Stadt. Heute noch umschließt ein mächtiger Halbkreiswall das 26 ha große ehemalige Siedlungsgebiet am Haddebyer Noor.
Mittags geht es dann an Bord einer Fähre der COLOR-Line nach Oslo. Übernachtung an Bord in Doppelkabinen nach Wahl.

3. Tag: Gegen 08:00 Uhr Ankunft in Oslo, der Hauptstadt Norwegens. In der Heimskringla, einer Geschichte der norwegischen Könige, behauptet der isländische Gelehrte Snorri Sturluson, dass Oslo im Jahr 1048 von König Harald III. gegründet wurde. Ausgrabungen der jüngeren Zeit haben indes christliche Gräber aus der Zeit um 1000 zum Vorschein gebracht. Aus diesem Grund beging die Stadt im Jahr 2000 ihr tausendjähriges Jubiläum, während 1950 erst der 900. Geburtstag begangen wurde. König Håkon V. machte um 1300 Oslo zur Hauptstadt Norwegens und ließ die Festung Akershus errichten. Oslo bedeutet übersetzt entweder „Ebene der Götter“ oder „Ebene unterhalb des Hügels“ – letzte Klarheit darüber ist nicht mehr zu erlangen.
Den Vormittag verbringen wir auf Bygdøy, eine „Museums-Halbinsel“ im Oslofjord und ein Stadtteil von Oslo. Für uns besonders sehenswert das Wikingerschiffsmuseum.
Das norwegische Volk hätte seine Abenteuer und Unternehmungen nicht ohne die nordischen klinkergebauten Schiffe bewältigen können, die segelten, aber auch gerudert werden konnten, so dass sie die schnellsten und wendigsten Kampfschiffe ihrer Zeit waren. Die vollständig erhaltenen Langschiffe Gokstad und Oseberg die wir hier besichtigen können sind klassische Zeugen der Wikingerzivilisation. Ihr handwerkliches Können und hoher Seefahrerstandard ermöglichten es den Wikingern, die große Seedistanz zwischen Grönland und Amerika über den Nordatlantik zu überqueren.
Weiterhin besteht Gelegenheit zum Besuch des Fram -Museums, des norwegischen Seefahrtsmuseums, des Kon-Tiki-Museums sowie des Norwegische Volksmuseums.
Den Nachmittag verbringen wir im Frognerpark (norwegisch: Frognerparken) einem der schönsten öffentlichen Parks in Oslo <http://de.wikipedia.org/wiki/Oslo> . Der Park beinhaltet den Vigeland-Skulpturenpark mit zahlreichen Werken des norwegischen Bildhauers Gustav Vigeland. Die meisten Skulpturen wurden in den Jahren 1926 bis 1942 geschaffen.1 Hotelübernachtung (Ü/F)

4. Tag: Fahrt hinauf in Norwegens Bergwelt nach Rjukan in der Provinz Telemark. Heute ein beliebter Ski- und Gebirgsort, wurde Rjukan während des zweiten Weltkriegs weit über Norwegens Grenzen hinaus bekannt. Norwegische Forscher hatten im Chemie- und Kraftwerk Vemork bereits vor dem Krieg mit der Erforschung und der Produktion von schwerem Wasser (1931 entdeckt) begonnen. Schweres Wasser war zu Beginn der Nuklearforschung ein notwendiges Hilfsmittel zur nuklearen Kettenreaktion und Kernspaltung, letztlich zum Bau von Atombomben.
Mit dem „Unternehmen Weserübung und der Besetzung des neutralen Norwegens durch deutsche Truppen im April 1940 fielen die Forschungsergebnisse und die vorhandenen Bestände an schwerem Wasser nach erbitterten Kampf um die Norsk Hydro Werke in die Hände der deutschen Besatzer. Um die mögliche Bedrohung durch eine deutsche Atombombe zu verhindern wurde der Ort in der Folgezeit Ziel heftiger Angriffe und Kämpfe alliierter und norwegischer Truppen.
Ein Relikt des „Kalten Krieges“ bringt uns auf einer sehr speziellen Bergtour hoch hinauf zum Gipfel des Gaustatoppen (1883 m). Die Bergbahn „Gaustabanen“ war eines der bestgehüteten Geheimnisse norwegischer Militärs. Diese einzigartige Bahn wurde 1959 fertiggestellt und ursprünglich gebaut, um Menschen und Material „im Inneren des Berges“ in 1800 Meter Höhe zu befördern. Eine militärische Abteilung arbeitete damals an der Verlegung von Richtfunkleitungen auf dem Gaustatoppen, und dazu musste der Gipfel das ganze Jahr über unabhängig vom Wetter erreichbar sein. Eigentlich war geplant, die Bahn anschließend für den Personenverkehr freizugeben, aber aufgrund des Kalten Krieges blieb sie für die Öffentlichkeit gesperrt. Erst 2004 konnte sie zivilen Zwecken übereignet werden.
Die Gaustabahn besteht aus einem batteriebetriebenen Wagen auf Schienen, der die Passagiere ca. 860 Meter waagerecht in den Berg hineinfährt. Tief im Inneren des Berges befindet sich eine Zwischen- und Umsteigestation, von der eine auf Schienen geführte Pendelbahn in einem Schrägschacht von 1040 Meter Länge bis auf eine Höhe von 1800 m ü. M. fährt. Von dort gibt es einen Ausgang aus der Anlage zum Aussichtspunkt Tuddalstippen von wo aus man eine großartige Aussicht genießt. 1 Hotelübernachtung (F/A)

5. Tag: Weiter geht´s entlang des Hochplateaus der Hardangervidda, dem „Dach Norwegens”, nach Røldal mit seiner eindrucksvollen Stabkirche. Stabkirchen sind die ältesten erhaltenen Holzbauten des Landes und zugleich Norwegens wichtigster Beitrag zur Weltarchitektur. Von außen eher unscheinbar, finden sich im Inneren Rosenmalereien und ein Kruzifix, dem Heilkräfte zugeschrieben wurden. Die Kirche war ab dem 13. Jahrhundert eine der bekanntesten Wallfahrtskirchen in Norwegen. Besonders zu Sankt Hans (Mittsommerfest , das in Norwegen am 21. Juni gefeiert wird) gab es einen großen Strom an Pilgern. An diesem Tag begann der Legende nach das Kruzifix zu schwitzen und löste dabei eine besonders starke, heilende Wirkung aus. Erst später stellte sich heraus, dass das Schwitzen durch die hohe Luftfeuchtigkeit der Atemluft der vielen anwesenden Pilger ausgelöst wurde. Die Kirche wurde wahrscheinlich im 13. Jahrhundert erbaut und mehrmals, zuletzt 1917, renoviert. Am frühen Abend erreichen wir unser Hotel in Tyssedal. 1 Hotelübernachtung (F/A)

6. Tag: Vormittag besichtigen wir das alte Wasserkraftwerk von Tyssedal. Heute ein sehr sehenswertes Industriemuseum, war es Mitte des 19. Jahrhunderts das größte Elektrizitätswerk seiner Zeit. Technisch interessierte Besucher erhalten hier einen historischen Einblick in die frühe Geschichte der Industrialisierung. Durch die Nutzung der Wasserkraft Anfang des 19. Jahrhunderts entstand das moderne Norwegen. Im Norwegischen Wasserkraft- und Industriemuseum wird diese Entwicklung am Beispiel der Industrieorte Odda und Tyssedal sehr anschaulich dargestellt.
Anschließend besteht die Möglichkeit zu einer kleinen Bergwanderung von 2-3 Stunden. Eine schöne Wanderung durch Schluchtwaldvegetation führt entlang des Buerelvi das Buerdalen hinauf auf ca. 1000 m Höhe zu den zwei Gletscherzungen des Buerbbreen.
Am späten Nachmittag erreichen wir die „Baronie Rosendal“ am Hardangerfjord. Wenn es die Zeit noch erlaubt besichtigen wir das Folgefonna Informationscenter im Ort um einen abschließende Überblick über die Gletscherwelt und Geologie Norwegens zu erhalten. 1 Hotelübernachtungen. (F/A)

7. Tag: Den Vormittag nutzen wir zur Besichtigung der Baronie Rosendal. 1658 heirateten Norwegens reichste Erbin Karen Mowat den dänischen Edelmann Ludvig Rosenkrantz. Sie erhielten den Hof Hatteberg in Kvinnherad als Hochzeitsgeschenk und hier bauten sie sich1665 ihr kleines romantisches Schloss, das sie Rosendal nannten. König Christian V von Dänemark-Norwegen erhob 1678 das Gut zur Lehnsbaronie. Ab 1745 war die Baronie im Besitz des Geschlechts Rosenkrone, die das Gut 1927 der Universität in Oslo schenkten. Die Weis-Rosenkronische Stiftung DWRS, angeschlossen an die Universität in Oslo, hat heute das Besitzrecht und die Verantwortung für das Schloss, Park und Garten.

Ein Besuch der Baronie Rosendal ist eine Wanderung durch verschiedene Stilepochen. Zimmer und Säle sind von verschiedenen Besitzern durch 250 Jahre gestaltet worden und das Schloss wird noch wie ein Heim erhalten, wie die letzten Besitzer es 1927 verließen.

Ludvig Rosenkrantz und Karen Mowatts kleines Schloss ist von einer schönen und historischen Gartenanlage mit Renaissancegarten, romantischem Landschaftspark und Küchengarten umgeben. Vom Garten hat man eine großartige Aussicht auf Malmangernuten, Melderskin, Laurdalstind, den Hatteberg-Wasserfall und den Hardangerfjord. Der Garten ist im Lauf von mehreren hundert Jahren nach wechselnden Stil- und Moderichtungen innerhalb der Gartenkunst aufgebaut worden. Hier kann man über 300 Jahre Gartenkunst erleben!

Vom ersten Auftauchen der Schneeglöckchen im Januar blüht es im Garten große Teile des Jahres. Der Frühling ist schön mit Obstblüte, Tulpen, gelben und weißen Narzissen. Früh im Sommer kommt die Glyzine (Wisteria), die die Südwand des Schlosses mit ihren schönen blauen Blütenranken deckt. Im Juni blühen Rhododendron und Azaleae in vielen verschiedenen Farben. Im Juli beginnt die Rosenblüte endgültig und reicht bis lange über den Herbst hinaus. Der Rosengarten ist nach Westen von einer über 300 Jahren alten Buchsbaumhecke abgegrenzt. Sie ist ein Restbestandteil des alten Renaissancegartens von Ludvig Rosenkrantz und Karen Mowatt.

Der prachtvolle Rosengarten mit dem weißgekalkten Schloss und den Bergen im Hintergrund ist ein wunderbarer Anblick für alle, die kommen, um das Schloss, den Garten und die Landschaft zu erleben.

Zwei kurze Fährüberfahrten bringen uns nach Jondal, dem Ausgangsort unserer Fahrt hinauf ins Hochfjell des Folgefonna Nationalpark mit seinem riesigen Plateaugletscher. Der Folgefonna ist mit 214 km2 der drittgrößte Gletscher Festland-Norwegens (nach Jostedalsbreen und Svartisen). Bei der Unterteilung in die Abschnitte des Gletschers ergibt sich folgende Flächenverteilung: nördlicher Folgefonna 25 km2, mittlerer Folgefonna 9 km2 und südlicher Folgefonna 180 km2.

Der Gletscher liegt in der Hochgebirgeregion der Folgefonnhalbinsel zwischen Sørfjord im Osten, Åkrafjord im Süden und Hardangerfjord im Westen.
Der höchste Punkt des Gletschers ist 1.662 m ü. NN, der niedrigste 400 m ü. NN. Der Folgefonna hat mehrere Ausläufer, u. a. Bondhusbreen, Blomsterskardsbreen und Buerbreen.
Seit dem 29. April 2005 ist der Folgefonna der 25. Nationalpark in Norwegen. Sowohl der Gletscher als auch ein großer Teil der Landschaft herum sind jetzt geschützt, zusammen 545,2 km2.
Der Folgefonna ist kein Rest der Eiszeit. Nach dem Ende der letzten Eiszeit zog das Eis sich rasch zurück und das Eis in der Umgebung schmolz ganz weg. Erst vor rund 2500 Jahren bildete sich der nördliche Teil des Gletschers (Nordre Folgefonna) während einer Periode niedriger Temperaturen und erhöhter Niederschläge neu. Mit periodischen Variationen hatte er ungefähr die gleiche Ausdehnung wie der heutige Gletscher.
Gegen Abend erreichen wir dann nach einem ereignisreichen Tag die alte Hansestadt Bergen. 2 Hotelübernachtungen (Ü/F)

8. Tag: Für viele ist Bergen die schönste Stadt Norwegens. Wir widmen ihr daher einen ganzen Tag. Bummel durch die geschichtsträchtige alte Hansestadt mit ihrem nordischen Charme und Flair. Direkt am Hafen erstreckt sich Bryggen, das einstige Viertel der deutschen Hanse-Kaufleute. Die fast 300 liebevoll restaurierten Holzhäuser aus dem Mittelalter, ihre Bauweise ist seit ca. 900 Jahren unverändert, zählen heute zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die engen Gassen zwischen den verwinkelten Speicherhäusern der Hansezeit vermitteln ein wenig vom Leben und Handeln jener Epoche. Nachmittag zur freien Verfügung.

9. Tag: Beeindruckende Küstenfahrt per Fähre entlang des berühmten Hardangerfjord und seiner vielen malerischen Nebenfjorde nach Haugesund. Unterwegs unternehmen wir einen ca. 1 1/2 –stündigen Spaziergang zum einsam gelegenen Leuchtturm Ryvarden Fyr. Gegen Mittag erreichen wir dann Haugesund, eine junge Handels- und Hafenstadt an der Südwestküste von Norwegen mit rund 32.000 Einwohnern. Haugesund liegt am Karmsund (über den eine 690 m lange Brücke nach Karmøy führt) und am Norvegen, einem natürlichen Inlandskanal und dem Namensgeber für Norwegen. Der Ort bezeichnet sich als junge Stadt in alter Schale. Der Name setzt sich aus Haugen (dt.: Hügel) und Sund (dt. Meerenge) zusammen. Die höchste Erhebung in der Gemeinde ist der Klauv (deutsch: Klaue) 246 m. ü.NN im Norden der Kommune.
Haugesund entstand als Umschlagpunkt und Poststelle für Seefahrende und Fischer zur Zeit der boomenden Heringsfischerei Ende des 19. Jahrhunderts. Die Stadt erhielt das Stadtrecht 1854. Das Wappen zeigt drei Möwen auf blauem Grund und spiegelt damit Geschichte und geographische Lage wieder.
Das Nationaldenkmal „Haraldshaugen“ am Stadtrand von Haugesund, ein granitener Obelisk mit 29 kleineren Monumenten aus 29 Landesteilen, erinnert noch heute an die Reichseinigung 872 und an seinen Reichsgründer Harald Hårfagre bzw. Harald I.. Bei Haraldshaugen soll König Harald Hårfagre der Sage nach sogar begraben liegen.
Sein Nachfolger Olav Trygvasson bekehrte um die erste Jahrtausendwende große Teile der Bevölkerung zum Christentum und wurde dafür Heilig gesprochen. Eine Vielzahl von „Olavskirchen“ im ganzen Land trägt diesem Umstand Rechung.
Nach kurzer Mittagspause geht es weiter zum „Nordvegen Historie Centers“ bei Avaldsnes. Von hier aus unterwarf Jarl Harald Schönhaar (Harald Hårfagre, Harald I., Haraldur hinn hárfagri mit Unterstützung „Karls des Großen“ im frühen Mittelalter die übrigen norwegischen Stammeshäuptlinge und schwang sich zum ersten König Norwegens auf. In Avaldsnes stand wohl auch einer seiner Königshöfe, die in ihrer Funktion den fränkischen Pfalzen vergleichbar waren. Der Hof lag stets im zentralen Machtbereich und spielte deshalb auch unter seinen Nachfolgern noch lange eine gewichtige Rolle. Eine Rolle, die von der noch heute gut erhaltenen königlichen Olavskirche aus dem 13. Jhd. unterstrichen wird, Dicht neben der Kirchenmauer steht ein riesiger, nadelförmiger Bautastein (Runenstein) mit einer Runenschrift die übersetz bedeutet „Als nächstes nach (Jungfrau) Maria kommt Mikael“. Im Volksmund wird der Stein seiner Form wegen „Jungfrau Marias Nähnadel“ genannt und es geht die Sage, sollte der Stein eines Tages die Kirchenmauer berühren, ginge die Welt unter.
Gleich unterhalb der Kirche und dem Nordvegen Historie Centers wurde im Zusammenhang mit dem Museum ein rekonstruierter Wikingerhof errichtet, der gleichfalls sehr sehenswert und exemplarisch für eine typische Küstensiedlung der Wikingerzeit im frühen Mittelalter ist. 1 Hotelübernachtung (Ü/F)

10. Tag: Fahrt durch die Küstenprovinz Rogaland nach Stavanger. Unterwegs besichtigen wir das Kloster Utstein auf der kleinen Insel Rennesoy. Zu Beginn als Königshof geplant, gelangte der Besitz 1264 durch Schenkung an den Augustinerorden, der ihn zum Kloster umgestaltete. Heute ist es das besterhaltenste und älteste Klostergebäude Norwegens und besticht durch seine Atmosphäre und schöne Lage in einer idyllischen Kulturlandschaft. Anschließend besichtigen wir den „Schwerterfelsen“ bei Hafrsfjord. Ein modernes Kunstwerk in Form dreier riesiger in den Küstenfels gerammter Schwerter, welche an eine historische Schlacht erinnern, in der Norwegen zu einem Herrschaftsbereich vereinigt wurde.Am frühen Nachmittag erreichen wir dann Stavanger. Die Stadt blickt auf eine tausendjährige Geschichte als Bischofssitz und Fischereihafen zurück. Bedingt durch die Erdölfunde vor Norwegens Küste ist Stavanger heute ein hochmoderner Logistikstandort für die norwegische Offshore-Ölindustrie und der Hauptsitz aller hier vertretenen Mineralölkonzerne und der dazugehörigen Zulieferindustrie. Trotz alledem ist in der Stadt, einige z.T. futuristisch aussehende Spezialschiffe im Hafen ausgenommen, vom Öl-Boom kaum etwas zu bemerken. Die Stadt hat sich ihren Charme bewahrt und kann sich der größten zusammenhängenden Holzhaussiedlung Europas rühmen. Nachmittags Besichtigung der Altstadt und des sehr sehenswerten Ölmuseums. Rest des Nachmittags zur freien Verfügung. 2 Hotelübernachtungen (Ü/F)

11. Tag: Fahrt zum Lysefjord, einem Seitenarm des Høgsfjord . Die Länge des Lysefjords beträgt etwa 40 Kilometer, er ist an der tiefsten Stelle bis zu 422 Meter tief. Seinen Namen, „heller Fjord“, verdankt er den blankgescheuerten felsigen Wänden.
Auf einem gut ausgebauten Rundweg geht´s über das Neverdalsfjell hinauf auf die 604 m über dem Lysefjord schwebende riesige Granitkanzel des Preikestolen (Predigerstuhl). Hin und zurück sind es ca. 6 km. Die Wanderzeit beträgt ca. 4 Stunden wobei ein Höhenunterschied von 350 m zurückgelegt wird. Gutes Schuhwerk und trittfestigkeit sind Voraussetzung. Von der Felskanzel hat man einen einzigartigen und atemberaubend schönen Ausblick hinunter auf den majestätischen Lysefjord mit seinen senkrechten Felswänden sowie die angrenzenden Gebirge. Hier oben ist man dem Himmel sehr nah. Eine kräftige Windbö............! Also bitte etwas Vorsicht! Mit etwas Phantasie kann man sich vorstellen, wie sich hier vor etwa 10.000 Jahren die Eismassen des Lysefjordgletschers zum Nordmeer hin ergossen. Die Eiskante reichte damals ca. bis auf Höhe der heutigen Preikestolhütte. Auf der Rückfahrt nach Stavanger besichtigen wir unterwegs die Felszeichnungen von Solbakk. Es handelt sich dabei um frühe eisenzeitliche in die Küstenfelsen gravierte Bilder und Figuren, vornehmlich Schiffsabbildungen sowie Ringe und Spiralen.
Für Nichtwanderer besteht die Möglichkeit zu einem Tagesausflug per Schiff in den Lysefjord (fakultativ). Die Ausflüge können vor Ort gebucht werden.

12. Tag: Tag zur freien Verfügung in Stavanger. Am frühen Abend geht es auf die Nachtfähre der COLOR-Line nach Hirsthal in Dänemark. (Ü)

13. Tag: Ankunft in Hirsthal und Weiterfahrt nach Mannheim. Ankunft gegen Abend.



Fahrt mit komfortablem 4* Fernreisebus ab/bis Mannheim HBF bzw. Flughafen sowie weiterer Zugstiegsmöglichkeiten in ???????? Unterkunft in Hotels gehobener Kategorie im Doppelzimmer bzw. Doppelkabine mit Verpflegung wie angegeben (Ü = Übernachtung / F = Frühstück / A = Abendessen), deutschsprachige Reiseleitung. Nicht enthalten: Eintrittsgebühren (Änderungen vorbehalten).


Preise: Norwegen Entdeckerreise – Berge und Meer / Wikingerland in Fjordnorwegen
2260,- EUR ab / bis Mannheim
EZ/Kabine-Zuschlag + 780,- EUR
Termine:

NO-ER09BA 31.05.09 - 12.06.09
+ Zuschlag Außenkabine 95,- EUR pro Person

Teilnehmer 18 - 25 Personen
Anfrage &amp;amp; Buchung