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Diese Trekkingkarawane führt jenseits der schneebedeckten Bergriesen des Hochatlas in den großen saharischen Süden. Tafelberge mit steilen Abbruchkanten und Hochplateaus, Reg- und Hamadagebiete, ausgedehnte Wadis sowie die Dünenausläufer des großen Erg Occidental (westliche Sandwüste) prägen das Landschaftsbild Südmarokkos.

Die Wüstengebiete Marokkos waren seit Einführung des Kameles in der Sahara um die Zeitenwende Durchzugsgebiet großer Karawanen, die von den Häfen am Mittelmeer bis an den Niger führten und große Handelszentren wie Marrakesch, Quarzazate, Chinguetti, Oualata und Timbuktu verbanden.

Erst das Kamel machte die Durchquerung bzw. teilweise Nutzung der größtenteils lebensfeindlichen Gebiete der Sahara durch Nomadismus möglich. Die hohe Mobilität der nomadischen Völker der Westsahara und die Ausbildung eines "Kriegeradels" ermöglichten den als Almoraviden in die Geschichtsschreibung eingegangenen maurischen Stämmen die militärische Schlagkraft und Überlegenheit, welche im 11. Jahrhundert zur Bildung des maurischen Großreiches führte.

Unsere zehntägige Trekkingkarawane führt durch das Oued Draa, über einige Gebirgsketten und durch Schluchten des Djebel Bani zum Erg Smar mit seinen mächtigen Dünen.

Unsere Begleiter sind nomadisierende Berber und gehören somit der ältesten Bevölkerungsgruppe Marokkos an. Die Berber sind „die Ureinwohner Nordafrikas!“ Die genaue Herkunft der Berber ist nach wie vor unklar. Tatsache ist, dass sie quasi von einer mediterranen Urbevölkerung abstammen und ihr Siedlungsgebiet schon im 3. Jahrtausend v. Chr. den ganzen Norden des afrikanischen Kontinents umfasste. Durch das Eindringen der Römer und die Araber Einfälle wurden sie jedoch fast gänzlich in die Bergregionen zurückgedrängt. Berber findet man heute hauptsächlich in den Gebirgen Marokkos, aber auch in Algerien, Tunesien, und Libyen. Auch die Tuareg, die wohl bekanntesten Nomaden der Sahara, werden ethnisch den Berbern zugeordnet.

Der Name Berber geht auf das Wort „Barbar“ zurück, das von den Römern eingeführt und von den Arabern übernommen wurde. Die Berber nennen sich selber „Imazighen“, was soviel wie „freie Menschen“ bedeutet. Unsere Betreuer gehören der größten nomadisierenden Berber-Gruppe, den Schlöh, an. Ihre Muttersprache ist der Berberdialekt Tachelheit.

Männer wie Mohammed, Said oder Houssine, um nur einige unserer bewährten Nomadenfreunde und Chameliers zu nennen, begleiten die Gruppe. Sie sind erfahrene Karawanenleute, die mit ihren Kamelen schon viele Hundert Kilometer durch die Sahara gezogen sind. Der Verlauf der Dünen und der Wind bei Tage und das Sternbild des Orion bei Nacht dienen ihnen noch heute als Kompass und zur Orientierung.

Karawanen waren und sind noch heute aufwendige und z.T. risikoreiche Unternehmungen, auf deren Organisation und Durchführung die Nomaden der Sahara mit Recht stolz zurückblicken können. Die Durchquerung der großen Wüstengebiete mit Kamelkarawanen gehört bis heute zu den anstrengendsten Tätigkeiten, die man sich vorstellen kann.


Unsere Trekkingkarawane verläuft ganz im Stil dieser Karawanen. Jeder Teilnehmer reitet bzw. geht allerdings täglich nur fünf bis sechs Stunˇden mit einem Kamel, das auch Gepäck transportiert.

Männer wie Mohammed, Youssef, Said oder Houssine wissen selbst nicht mehr genau, wie oft sie die Kaˇmelherden ihres Stammes - manchmal mehr als hundert Kamele - durch die Wüstengebiete Marokkos geführt haben. Nur soviel steht fest - sie sind stets heil zurückgekommen, ebenso wie die ihnen anvertrauten Menschen und Tiere. In der Nomaden-Schule fürs Leben sind sie die erfahrensten Lehrer!

Ihre Erfahrung und humorvolle Art im Umgang mit Mensch und Tier lassen diese Reise zu einem ganz besonderen Erlebnis werden.





1. Tag: Flug Deutschland – Ouarzazate via Casablanca. Empfang am Flughafen und Transfer ins Hotel.

2. Tag: Wir verlassen Ouarzazate am frühen Morgen. Entlang des von Palmen und wuchtigen Kasbahs gesäumten Flusstals des Oued Draa gelangen wir gegen Mittag nach Zagora. Nach einer gemütlichen Mittagspause und einem köstlichen Pfefferminztee geht es weiter nach Oued Moulili, wo wir auf die Kamele und die Begleitmannschaft treffen. Nachdem das Gepäck verladen ist, geht es noch ca. 1 Stunde über eine Schotterebene zum Flussbett von Oued Boudiat, wo wir unser erstes Wüstencamp aufschlagen.

3. Tag: Unsere erste Ganztagesetappe führt uns durch das trockene Flussbett von Boudiat und weiter über den Tizi (Pass) Rahla. Nach ca. 2,5 Stunden erreichen wir Hassi (Brunnen) Toutechouet, wo wir die Mittagsrast einlegen. Der Nachmittagsmarsch führt uns in 3 Stunden über die kleineren Pässe Tizi Mozgar und Tizi Tkhzamt ins ehemalige Quellgebiet des Oued Na’am (Na’am = Strauss).

4. Tag: Auch der heutige Tag führt uns noch durch das Gebirge des Djebel Bani, vorbei an Hassi L’ghmirsa, über den Tizi I’ghmirsa zum Oued Yaoub. Unser Mittagessen nehmen wir nach ca. 2,5 Stunden bei einer kleinen Oase unter Dattelpalmen ein. Am Nachmittag laufen wir durch ein Flussbett und eine Schlucht. In den ausgewaschenen Felsen habe sich kleine Wasserlöcher gebildet, wo die Nomaden noch heute ihr Vieh tränken. Nach ca. 3 Stunden erreichen wir Oued Mhasser, wo wir das Nachtlager aufschlagen.

5. Tag: Wir gehen in ca. 3 Stunden auf einer leicht abfallenden Serirfläche weiter zum El Garat El Heninat (Hennahügel), wo wir dann bei Hassi Heninat (Brunnen von Heninat) unter einigen Palmen unsere Mittagsrast einlegen. Am Nachmittag verlassen wir dann definitiv das Gebirge und marschieren durch die ersten kleinen Wanderdünen. Nach ca. 3 Stunden erreichen wir die großen Dünen von Erg El Bidliya.

6. Tag: Der ganze heutige Tag führt uns in insgesamt 5 – 6 Stunden über kleine Dünen und über eine große Ebene zum nächsten Dünenmeer, jenem von Erg Sedra.

7. Tag: Morgens verlassen wir bald die Dünen und gehen über eine Ebene, die dann in ehemalige Getreidefelder übergeht, die Begrenzungen sind auch heute noch sichtbar. Aber gleich danach kommen die Dünen von Erg Smar, deren Vorrücken die ehemaligen Bewohner zum Verlassen der Gegend gezwungen haben. Diesen Morgen sind wir 2,5 Stunden gelaufen. Den Nachmittag haben wir zur freien Verfügung. Eine Gelegenheit zur ausgiebigen Erkundung der großartigen Dünen von Erg Smar.

8. Tag: Auch am heutigen Vormittag genießen wir das süße Nichtstun bevor es dann am Nachmittag in einer Etappe von ca. 2,5 Stunden über den Oued Draa und eine anschließende Ebene ins Dünenmeer von Erg Zehar geht. Der Sand hier ist jetzt rötlich – entgegen dem hellgoldenen Sand der vorigen Dünen.

9. Tag: Die heutige Tageswanderung von insgesamt ca. 5 – 6 Stunden führt uns den ganzen Tag über eine Ebene, versetzt mit flachen, kleinen, hellen Sanddünen. Überall treffen wir auf herrliche alte, knorrige Tamarisken. Unser Nachtlager schlagen wir in den Dünen von N’ameya auf.

10. Tag: Vorbei an kleinen Dünen marschieren wir in ca. 3 Stunden zu dem Palmehain Rass (Kopf) N’khal (Datteln). Dieser Palmenhain markiert den Beginn des fruchtbaren Teils des Draatals. Am Nachmittag ziehen wir weiter zum Erg El Hniti, wo wir das letzte Mal in den Dünen übernachten.

11. Tag: Die letzten 3 Stunden unseres Trekkings führen uns durch die letzten, auslaufenden Dünen, die dann durch ehemalige Gärten zurück in die Zivilisation führen. Am Mittag erreichen wir das Nomadenzelthotel Chez le Pacha, wo unsere Karawanenreise endet. Hier können Sie sich den Staub der Wüste vom Körper waschen und den Nachmittag faulenzend am Swimmingpool verbringen. Das kleine Paradies liegt am Rande der Wüste und erleichtert uns die Rückkehr in die Zivilisation.

12. Tag: Wir verlassen das Chez le Pacha. Schöne und beeindruckende Rückfahrt via Zagora auf der „Strasse der Kasbahs“ durch die Flussoase des Draa-Tal nach Ouarzazat. Übernachtung im schon bekannten Hotel.

13. Tag: Abschlusswanderung von ca. 2-3 Stunden durch das weite Tal des Oued Melha mit seinen Gärten und Bewässerungskulturen nach Ait Benhaddou, eines der schönsten und bekanntesten Kasbah-Dörfer Marokkos. So pittoresk, dass es schon oft als Kulisse für Kinofilme genutzt wurde. Das malerisch auf einem vorgeschobenen kleinen Plateau erbaute Dorf und die Oase werden im Hintergrund von den schneebedeckten Drei- und Viertausendern das Hohen Atlas überragt. Ein herrliches Bild. Die alten, wehrhaften und aus Stampflehm und Lehmziegeln gebauten Stammesburgen der hiesigen Berber geben noch einen guten Einblick in die ehemalige Lebensweise. Die kleinen Zimmergewölbe, einst als Vorratslager und z.T. als Wohnraum genutzt, sind recht verschachtelt angelegt und oft abenteuerlich miteinander verbunden.

14. Tag: Frühmorgens Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland.



Teamgeist, Abenteuerlust und Komfortverzicht. Die täg lichen Etappen betragen 4-6 Stunden bei Tagestemperaturen von ca. 18-32° C.




Linienflug Deutschland-Casablanca-Quarzazat, Flug hafen- und Sicherheitssteuern in Deutschland, Transfers, 2 Hotelübernachtungen mit HP, Vollverpflegung während der Karawanentage, Betreuung durch einheimische Beduinen, jeweils ein Reit/Lastkamel Person, deutschsprachige Tourenbegleitung. Änderungen im Tourenverlauf vor behalten.


Preise: MAROKKO Trekkingkarawane A
Erg Chigaga

1580,- EUR ab/bis Frankfurt
Anschlussflüge (Spartarif - früh buchen!) auf Wunsch ab allen deutschen Flughäfen
ca. 140,- EUR bis 210,- EUR

Rail & Fly ab allen Bahnhöfen + 90,- EUR

25,- EUR Luftverkehrssteuer

EZ-Zuschlag (nur Hotel) 40,- EUR

Zuschlag Reitkamel + 150,- EUR

Kerosinzuschlag: Infolge der Benzinpreis- entwicklung kann die exakte Höhe der Kerosinzuschläge erst bei der Buchung genannt werden. Rechnen Sie mit ca. 45,- EUR
Termine: MA-TKA10F 26.12.10 - 08.01.11 +++
MA-TKA11A
26.02.11 - 11.03.11
MA-TKA11B 16.04.11 - 29.04.11 ++
MA-TKA11C 08.10.11 - 21.10.11 +
MA-TKA11D 12.11.11 - 25.11.11
MA-TKA11E 25.12.11 - 07.01.12 +++

    + Saisonzuschlag 80,- EUR
  ++ Saisonzuschlag 120,- EUR
+++ Saisonzuschlag 160,- EUR
Teilnehmer 10 - 14 Personen
Anfrage & Buchung