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TUNESIEN - ist bekannt für seine großartigen Steppen- und Wüstenlandschaften, wie sie besonders Eindrucksvoll im saharischen "Großen Süden" des Landes zu finden sind. Herbe, archaische Landschaften von oft überwältigender Klarheit und Schönheit.

"Bar bela Ma", Meer ohne Wasser, so wird die Sahara von den Beduinen genannt. Die Tausende Quadratkilometer lebensfeindlicher Erdoberfläche haben tatsächlich ozeanische Dimensionen. Ihr Formenreichtum ist faszinierend und ihre schönste Gestaltung erfährt sie wohl im Sandmeer des großen Erg.

Bei dieser Trekkingkarawane vom Dahargebirge hinab ins Dünenmeer des Grand Erg Oriental (Große östliche Sandwüste), dem Land von Wind, Sand und Sternen, erfährt man Wüste pur.

Hier sagen sich noch die Wüstenfüchse gute Nacht und mit etwas Glück sieht man sogar eine Herde Gazellen. Die Wanderungen im ruhigen, aber stetigen Rhythmus einer Karawane, die unendliche Weite der einsamen Wüstenlandschaft, das tägliche Zusammenleben mit unserer Nomadenmannschaft vom Stamm der Marazig und ihren Tieren als auch die glitzernde Pracht des nächtlichen Sternenhimmels werden wohl unvergessliche Eindrücke hinterlassen. Die Übernachtungen in Nomadenzelten sowie ein Besuch des Höhlendorfes MATMATA runden das Landeserlebnis ab und ermöglichen ein tieferes Verständnis für die Lebensweise der Oasenbewohner und Nomaden. Es steht außer Frage, dass bei dieser Art des Reisens Land und Leute wesentlich intensiver erlebt werden können, als dies bei einer Luxustour mit Vier-Sterne-Hotels der Fall wäre.

1. Tag: Flug ab Deutschland nach DJERBA und Transfer ins Fondouk-Hotel MARHALA.

2. Tag: " La ilaha illa `llah, we Mohammed rasul Allah - Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed ist Allahs Prophet ". Laut dröhnt die Stimme des Muezzin vom Minarett der nahegelegenen Türkenmoschee und reißt, unterstützt von den Stimmen weiterer gottesfürchtiger Kollegen, gläubige und ungläubige Zeitgenossen aus dem Schlaf. Da dieses " Konzert " stets vor Sonnenaufgang stattfinden muß, bleiben uns vor dem Frühstück noch ein bis zwei Stunden Schlaf.

Wir verlassen Djerba per Fähre und fahren hinauf ins  Bergland von Matmata.  Diese abgelegenen, südlichen Gebirgsregionen waren seit Jahrhunderten die Rückzugsgebiete der nordafrikanischen Urbevölkerung - der Berber. Teile dieses Volkes wahren bis heute noch ihre traditionellen Lebensformen und bleiben ihren angestammten Siedlungsräumen treu. Zum Schutz vor der unbarmherzig herabbrennenden Sonne schufen die Bewohner von Matmata und einiger Ortschaften der Umgebung schachtartig in den weichen Mergelboden gegrabenen Höhlenwohnungen.

Von einem sechs bis zwölf Meter tiefen, senkrechten Lichtschacht von ca. 15 m Durchmesser, der auch den Innenhof bildet, gelangt man über steile Treppchen in die verschiedenen Kammern und Räume, die horizontal ins weiche Erdreich getrieben wurden.

Der Eingang zu diesen Behausungen erfolgt meistens von der Seite durch einen schmalen Tunnel, der im allgemeinen hoch genug ist, um einem beladenen Kamel Durchlaß zu gewähren. Früher waren diese Berberwohnungen aus der Ferne kaum zu erkennen. Allenfalls an den leichten Aufschüttungen an den Rändern, die von den Erd- und Bauarbeiten übrig geblieben waren. Heute weisen aus der Landschaft herausragende Fernsehantennen eindeutig den Weg zu bewohnten Höhlenwohnungen.
Um einen kleinen Eindruck von dieser Lebensform zu gewinnen, werden wir einen als einfaches Hotel ausgebauten großen Wohnkomplex aus Höhlenwohnungen besichtigen.
Die in die Schachtwände gegrabenen Wohnhöhlen bieten sehr viel Atmosphäre und sind durch das Erdreich hervorragend isoliert. Wie jeder feststellen wird, bedeutet dies - im Winterhalbjahr ist es darin mollig warm und im Sommer schön kühl.
Nach diesem Besichtigungsstop erreichen wir pünktlich zur Mittagspause die Oasenstadt Douz. Gute Gelegenheit sich mit einem entsprechenden Beduinenoutfit auszustatten. Die riesigen Palmenwälder mit Tausenden von Dattelpalmen, wie sie heute das Bild der Oase Douz prägen, sind nicht  natürlichen Ursprungs sondern erst durch moderne Tiefbrunnen und großangelegte Bewässerungsanlagen möglich geworden. Anlagen, deren Pumpen, unterstützt durch artesischen Druck, fossiles Wasser aus mächtigen Kreide-Tertiärschichten fördern, die in 60 - 100 m Tiefe relativ leicht erschlossen werden konnten. Die Stadt und Oase hat bis heute sehr viel von ihrer durch die Sahara geprägten Ursprünglichkeit bewahrt. Eine bautechnische Besonderheit der südtunesischen Nefzouaoasen sind die Lehmziegelornamente der Hausfassaden. Durch ein Vor- bzw. Zurücksetzen einzelner oder ganzer Lehmziegelgruppen wird mit einfachsten Mitteln die reliefartige Ziegelstruktur im unterschiedlichen Spiel von Licht und Schatten in einer Art und Weise lebendig, daß man sich diese Bauweise auch für so manches europäische Bauwerk wünschen möchte.
Am Nachmittag erreichen wir nach ca. 2stündiger Fahrt per Geländewagen den Treffpunkt mit unseren Beduinen, wo wir im Windschatten einiger "Dünen" zum ersten Mal unser Beduinenzelt aufschlagen.

3.-6. Tag: Der Morgen dämmert, unsere Nomadenfreunde sind schon einige Zeit auf den Beinen und haben bereits das erste Feuer entfach. Einige sind bereits unterwegs die Kamele einzusammeln, die sich trotz ihrer Fußfesseln über Nacht im weiten Umkreis auf der Suche nach etwas Knabberbarem verteilt haben. Frühaufsteher kommen in den Genuß des Sonnenaufgangs, wenn die Sonne als glutrose Orange am Horizont erscheint. Beginn unserer Trekkingkarawane durch die beeindruckende und unberührte Dünenlandschaft des Grand Erg Oriental (Große östliche Sandwüste). Unsere Karawane quert  Düne rauf und Düne runter z.T. große Dünenwälle wo immer eine Passage möglich ist - eine anstrengende Sache für Mensch und Tier.

  "Sie tragen eure Lasten in ferne Gegenden,

wohin ihr sie nur mit Mühe brächtet..."

(Koran - Sure "Al-Nahl")


Übernachtet wird immer dort, wo etwas „Grünfutter“ für die Kamele zu finden ist. Unser einfaches Lager unter dem weiten Wüsten-Sternen-Himmel, das auf dem Feuer bereitete einfache Abendessen, der in der Glut gekochte starke grüne Tee und vor allem die wohltuende Stille geben den Abenden in der Wüste eine besondere Atmosphäre.„Bar bela Ma“ nannten die arabischen Karawanenführer die größte Wüste der Erde. Sie verglichen Ihre Reise mit einer langen Seefahrt, und der Südrand der Sahara war für sie der „Sahel“, das Ufer, daß es zu erreichen galt. Und wie ein riesiges Ozean aus Sand zeigt sich das Sandmeer der großen Ergs - Woge auf Woge verliert sich in der Unendlichkeit des Raums. Diese Wogen der Wüste entstehen, wenn sich Sandkörner an einem Hindernis stauen oder im Lee einer Senke oder eines Gebirgsrücken ablagern.Erst nur zentimeterhohe Sandrippel, wachsen sie unter dem Einfluß des Windes nach dem Prinzip der Selbstorganisation zu mächtigen Formationen heran, die sich z.T. zu riesigen Gebirgswällen aus Sand auftürmen können.Wenn dann die letzten großen Dünen in der Nähe der Oase Ksar Ghilane erreicht werden, möchte man fast an eine Fata Morgana glauben. Einige hundert Palmen und eine Quelle ducken sich vor den Sanddünen des Grand Erg Oriental, der gewaltigen östlichen Sandwüste, die weit nach Algerien hinüber reicht. Eine kleine grüne Insel, stets vom Sand und Wüstenwind bedroht.

7. Tag: Nach dem Naturschauspiel eines letzten Sonnenaufganges in der Wüste und einem Frühstück fahren wir in ca. 30 Minuten zur Oase Ksar Ghilane. Man möchte fast an eine Fata Morgana glauben. Einige hundert Palmen und eine warme Quelle (Badegelegenheit unter Palmen!) ducken sich vor den Sanddünen des Grand Erg Oriental, der gewaltigen östlichen Sandwüste, die weit nach Algerien hinüber reicht. Eine kleine grüne Insel, stets vom Sand und Wüstenwind bedroht.Die Oase Ksar Ghilane, war schon zu  Zeiten Roms eine Befestigung des Limes Tripolitanis. Später folgten andere Völker wie die Franzosen und zuletzt die Touristen. Was wohl die einfachen Legionäre auf dem damals sehr einsamen, entlegenen Wachposten gedacht und gefühlt haben mögen...Sie werden es wohl nicht so romantisch empfunden haben wie wir, die hier nur für kurze Zeit zu Besuch sind.Wir lassen die letzten großen Dünen des Grand Erg Oriental hinter uns und passieren gegen Mittag das Berberdor Douiret. Die in bester Verteidigungslage hoch am Steilabhang angelegten Berberdörfer Südtunesiens wie das vor uns liegende Douiret galten jahrhundertlang als uneinnehmbare Berbersiedlungen. Die Djebalia - Nachkommen jener Berber, die aus Furcht vor räuberischen, arabischen Nomadenstämmen in diese unwirtliche Bergregion flüchteten und diese typischen, in Hanglage angelegten Siedlungen gründeten, wohnen auch heute noch in Orten wie Chenini oder Guermessa in zum Teil noch gut erhaltenen Behausungen.Nach dem Mittagsessen Rückfahrt auf die Insel Djerba. Eine Sehenswürdigkeit der Insel ist das Töpferdorf Guellala, wo noch ursprüngliche Keramik nach alter Väter Sitte in großen, schmauchenden und aus Erde geformten Töpferöfen produziert wird. Am späten Nachmittag erreichen wir unser Strandhotel.

08. Tag: Rückflug nach Deutschland.


Wanderungen von 5 - 6 Stunden durch Wüstensteppe, Dünen und Wadis

 



Linienflüge mit TUNIS AIR, Flughafen- und Sicherheitsgebühren in Deutschland, Fahrten mit Geländewagen, 2 Übernachtungen mit HP in einem Hotel besonders landestypischen Stils (Fondouk mit einfachem Standard) und in Bediunenzelten (VP), 1 Reit-/Lastkamel pro Teilnehmer, deutschsprachige Reiseleitung. Änderungen im Tourenverlauf vorbehalten.

Preise: TUNESIEN Trekkingkarawane A / F
Berberburgen und Grand Erg
690,- EUR ab/bis Djerba (ohne Flug)
980,- EUR ab/bis Frankfurt (nur mit Tunis Air-Direkt-Flügen um ca. 19:00 Uhr ab Frankfurt nach Djerba)
1060,- EUR ab/bis MUC, DUS, BER/SXL und HAM (nur mit Tunis Air-Direkt-Flügen soweit verfügbar nach Djerba)
Anschlussflüge anderer Fluggesellschaften (Spartarif) ab allen deutschen Flughäfen ca. 140,- EUR bis 210,- EUR

Rail & Fly ab allen Bahnhöfen + 90,- EUR

25,- EUR Luftverkehrssteuer

EZ-Zuschlag (nur Hotel) + 90,- EUR

200,- EUR Ermäßigung für Kinder ab 6 Jahre und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre (in Begleitung eines Erwachsenen mit gemeinsamen Kamel pro Erwachsenem und
Kind) auf den Gesamtpreis bzw. Landprogramm ohne Flug.
Badeverlängerung im Strandhotel auf Anfrage möglich.

Kerosinzuschlag: Infolge der Benzinpreis- entwicklung kann die exakte Höhe der Kerosinzuschläge erst bei der Buchung genannt werden. Rechnen Sie mit ca. 45,- EUR
Termine: Termine:
TU-TKA    11A
05.03.11 - 12.03.11
TU-TKA/F 11B
22.04.11 - 29.04.11 ++
TU-TKA/F 11C
08.10.11 - 15.10.11 +
TU-TKA/F 11D
22.10.11 - 29.10.11 +

A/F = Als Familientour gut geeignet
+ Saisonzuschlag 80,- EUR
++ Saisonzuschlag 120,- EUR
Teilnehmer 10 - 16 Personen
Anfrage & Buchung