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Mit seinen mittelalterlichen Festungsstädten, Tempeln und Palästen sowie den Wüstensteppen der Thar, den übt der Nordwesten Indiens auf jeden Asien- und Wüstenfreund eine ungeheure Faszination aus. Rajasthan, zu Deutsch das "Land der Könige", ist der Inbegriff des märchenhaft exotischen Indiens, ein Kapitel aus 1001 Nacht, das bis heute lebendig geblieben ist.

Die Steppenbewohner Rajasthans lieben jegliche Form von Festen und Versammlungen, seien sie nun religiöser oder weltlicher Art. Besonders die farbenfroh gekleideten Menschen bilden einen flirrenden Kontrast zu der oft kargen, monotonen Landschaft. Frauen in leuchtenden Saris, geschmückt mit klimpernden Ketten, Ohr- und Nasenringen und sonstigem Alltagsschmuck promenieren zum Brunnen, die Männer in ihren kunstvoll gebundenen Turbanen vertreiben sich würdevoll die Zeit. Ein Meer aus bunten Turbanen und Saris, vereint in Musik und Tanz. Einen besonderen Stellenwert haben die oft mehrtägigen "Mela", große Kamel- und Viehmärkte, auf denen oft Tausende von bunt verzierten Tieren zum Verkauf angeboten werden.

Die beste Art Rajathan kennen zu lernen ist sich in Form einer Trekkingkarawane dem Leben der Halbnomaden anzupassen und gemeinsam mit ihnen die einsam gelegenen Dörfer in der Wüstensteppe der Thar und - quasi als "frischgebackene Insider" - ihre quirligen Mela zu besuchen.

Zu Fuß oder auf dem Rücken von Kamelen führt unsere TRH-Trekkingkarawane drei bis fünf Tage durch Steppe und trockene Flußtäler, zu Wüstendörfern und Oasentempeln. Unterwegs werden alle Teilnehmer dieser besonderen Karawanentour und "Studienreise" seitens der einheimischen Begleitmannschaft in "Kamelkunde" unterrichtet. Wie alt ist das Tier, ist es gesund, hat es noch gute Zähne, wie fühlen sich seine Muskel und Gelenke an, und, und, und........ Als abschließenden Höhepunkt jeder Tour besuchen wir einen der großen Mela der Region in Bikaner, Nagaur, Osian und Puskar. Die oft mehrtägigen Mela" sind große Kamel- und Viehmärkte, auf denen oft tausende von bunt verzierten Tieren zum Verkauf angeboten werden.

Als Höhepunkt und Abschlussprüfung sollen die Teilnehmer dieser TRH-Trekkingkarawane der etwas anderen Art dann mit Ihren frisch erworbenen Kenntnissen - quasi als frischgebackene Insider" - unter tausenden von Tieren auf dem riesigen Tiermarkt der Melas wie z.B. Pushkar ein Kamel erstehen, das seinen Preis auch wert ist. Den Kaufpreis übernimmt TRH, das Tier wird anschließend als Abschiedsgeschenk der Begleitmanschaft übergeben.

Weitere Höhepunkte der Reise sind je nach besuchtem Kamelmarkt (z.T. etwas unterschiedlicher Reiseverlauf, bedingt durch die sich jährlich ändernden Termine der Mela) die Tempel von Ranakpur, Osian und Daspan, die Festungen Amber oder Mehrangarh und die prächtigen Palaststädte Bikaner, Jaipur, Jaisalmer und Udaipur. Ein Besuch von Old Delhi und des berühmten Taj Mahals schließen die Reise ab. Während wir auf der Kamelsafari in Zelten übernachten, genießen wir in den übrigen Nächten auch schon einmal das einfache Landleben der Maharajas - in ihren zu rustikalen Heritage-Hotels umgebauten Landsitzen.



1. Tag: Abflug von Frankfurt mit AIR INDIA gegen Mittag oder sonstiger IATA-Fluggesellschaft morgens.

2. Tag: Ankunft gegen Mitternacht bzw. frühmorgens in Delhi und Transfer ins Hotel. Nach einem Begrüßungsfrühstück Besichtigung der Roten Moschee in Old Delhi sowie des 800 Jahre alten und 70 Meter hohen Minarett Qutb Minar.

Nach einem frühen Abendessen Transfer zum Bahnhof und Fahrt per Nachtzug (Liegewagen) zur Festungsstadt Bikaner (21:15-08:20 h).

3. Tag: Morgens Ankunft in Bikaner. Transfer zum Hotel. Die Stadt wurde 1486 v. Chr. von dem Rathore Prinzen Bika, dem ältesten Sohn des Begründers des Staates Jodhpur, gegründet. Das im Jahre 1587 von Raja Rai Singh erbaute Junagarh Fort wurde im Laufe der Jahre um 37 Pavillions und Tempel erweitert, die meisterhaft an das Originalgebäude angebaut wurden. Die roten Sandstein- und Marmorreliefs des Lalgadh Palace sind unglaublich fein und reich gearbeitet. Der größte Teil des Palastes wird heute von einem Luxushotel eingenommen.

Besuchsmöglichkeit (fakultativ und für besonders Interessierte): Etwa 30 km von Bikaner entfernt liegt der Tempel von Karni Mata, der durch seine Scharen von Ratten auch als "Rattentempel" bekannt ist.

Nachmittags besichtigen wir eine staatlichen Zuchtfarm für Kamele und erhalten aus erster Hand wissenschaftliche Informationen über Kamelzucht.

4. Tag: Fahrt zur Festungsstadt Jai-salmer, die wie ein Traumbild aus 1001 Nacht die Wüste überragt. Für die Karawanen nach Sind (heute Südwest-Pakistan) war Jaisalmer einst ein bedeutender Rastplatz.

Jaisalmer führt uns zurück in die Zeit Raja Rawal Jaisals, eines Rajputenoberhauptes, der im Jahre 1156 n. Chr. diese Festung auf einem dreifachen Bergrücken in der Wüste erbauen ließ. Direkt an der alten Karawanenstraße, die von Kandhar nach Zentralasien führte, gelegen, wurde Jaisalmer zu einem bedeutenden Handelszentrum. Mit Seide und Gewürzen beladene Karawanen machten hier halt, nachdem sie die gefährlichen Gebirgspässe des Nordens überwunden hatten. Die bekanntesten Havelis sind: Patwon, Salim Singhji und Nathmalji.

5. Tag: Besichtigungstour in Jai-salmer. Als die Engländer im letzten Jahrhundert große Straßen- und Eisenbahnverbindungen anlegten und bedeutende Überseehäfen wie Bombay, Kalkutta und Madras gründeten, verloren die alten Handelswege völlig an Bedeutung. Die reichen Jain-Kaufleute von Jaisal-mer zogen in die neuen und zukunftsträchtigeren Handelszentren. Mit dem dort gewonnenen neuen Vermögen bauten Sie ihren in Jaisalmer gebliebenen Fami-lien prachtvolle Villen mit extravaganten Steinmetzarbeiten an den Häuserfassaden, die sogenannten Havelies.

Nach wie vor pulsiert hier das Leben; und die Festung, die Tempel, Havelis und andere Bauwerke sind noch immer in ihrer ursprünglichen Schönheit erhalten. Sie fallen vor allem durch ihre wunderschönen Fassaden mit zarten spitzenartigen Gitterwerken, Balkonen, Türmchen, Pfeilern und Baldachinen auf. Die Sandsteinbauten Jaisalmers glänzen in der späten Nachmittagssonne wie Gold - ein wunderschöner Anblick. Die Straßen sind schmal, mit hohen Gebäuden zu beiden Seiten, deren Erker und Balkone über die Straße ragen und somit Schatten spenden. Wir besichtigen das Jaisalmer-Fort, einen Jain-Tempel und bummeln entlang der kunstvollen Kaufmannsvillen in den malerischen Gassen.

Weitere Gelegenheit zu einem Stadtbummel bzw. Nachmittag zur freien Verfügung.

6. Tag: Fahrt in die Halbwüste Thar zum Treffpunkt mit unserer Nomadenmanschaft. Aufbruch unserer Trekkingkarawane, unser Nomadenleben beginnt.

7./8. Tag: Unsere Karawane zieht durch die Wüstensteppe der Thar. Unterwegs gelangen wir zu traditionellen Rajputensiedlungen mit ihren reich bemalten Wüstenhäusern aus hervorragend isolierendem Stampflehm. Erstmals sehr bestaunt, weicht die anfängliche Scheu schnell einer unaufdringlichen, warmherzigen Gastfreundschaft und "Lehrtätigkeit" gegenüber den Karawanenreisenden.

9./10. Tag: Fahrt nach Pushkar, ein hinduistischer Wallfahrtsorte ersten Ranges. Hier steht einer der wenigen Tempel von Brahma. Beim ersten Vollmond im November treffen hier alljährlich Tausende von Pilgern zum Bad im heiligen See zusammen. Gleichzeitig findet hier einer der größten Kamel- und Viehmärkte in Rajasthan statt. Als Abschlussprüfung sollen die Teilnehmer dieser TRH-Trekkingkarawane der etwas anderen Art dann mit Ihren frisch erworbenen Kenntnissen unter Tausenden von Tieren ein Kamel erstehen, das seinen Preis auch wert ist. Hier zeigt sich was die Teilnehmer in den letzten Tagen gelernt haben und wer ein guter Kamelhändler ist. Gewiss ein echtes Vergnügen für Käufer – und – Verkäufer!

11. Tag: Kurze Fahrt nach Ajmer, eine der wichtigsten Kult- und Pilgerstädte der indischen Moslems, die bereits 7 n. Chr. von Ajaipal Chauhan gegründet wurde. Während des Urs-Festes wird Ajmer von Tausenden von moslemischen Pilgern aus dem ganzen Subkontinent besucht. Weiter geht es nach Jaipur.

12. Tag: Die "rosafarbene" Stadt Jaipur; Hauptstadt des Unionsstaates Rajasthans, wurde 1727 von dem König und Astrologen Sawai Jai Singh erbaut. Die Stadt ist nach genauen städteplanerischen Prinzipien entwickelt und gitterförmig angelegt worden. Alle Nebenstraßen liegen genau rechtwinklig zu den Hauptstraßen und verlaufen schnurgerade. Der City Palace, der königliche Palast, erhebt sich genau im Mittelpunkt der Stadt vor dem eindrucksvollen Bergpanorama. Zum Palast, der auch heute noch teilweise von der einst herrschenden Familie bewohnt wird, gelangt man durch eine Reihe von Toren, bis sich einem seine Einmaligkeit erschließt. Rajputische und moghulische Bauelemente wurden hier nahtlos miteinander verbunden. Zum Palast gehören die ehemaligen Amtszimmer des Maharadschas, zahlreiche Wohn- und Schlafräume, insgesamt 36 "Ateliers" und eine Sternwarte, die Jantar Mantar. Dieser etwas rätselhaft wirkende Komplex mit seinen geometrischen Formen wurde von Maharadscha Jai Singh II erbaut und war mit seinen wissenschaftlich/technischen Einrichtungen zu jener Zeit einzigartig. Im Palast-Museum finden sich eine Vielzahl von Textilien, Teppichen, Waffen Gemälden und auch zwei der größten Silbergefäße ganz Indiens. In diesen ließ der Maharadscha Madho Singh einen Sechsmonatsvorrat an heiligem Gangeswasser zu den Krönungsfeierlichkeiten transportieren. Jaipur gilt als "Pink City" Indiens, seit der Rajputenherrscher Man Singh zu Ehren des Besuches des Prinzen von Wales im Jahre 1876 alle Häuserfassaden der Hauptstraßen rosa anstreichen ließ. Dieser Brauch wurde bis heute beibehalten. Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist das "Hawa Mahal - der Palast der Winde", ein ca. 25 cm dicker Sandsteinfassadenbau mit fünf Stockwerken, hinter dessen Erkern und Emporen einst die Maharanis ungesehen den Prozessionen auf der Straße zuschauen konnten.

Kurze Fahrt zur Festung Amber, der einstigen Hauptstadt, erbaut in der Zeit des 13.-17. Jahrhundert. Wer möchte, kann auf dem Rücken bunt geschmückter Elefanten zu den mächtigen Toren dieser Palastanlage hinaufreiten.

Zu besichtigenn sind schöne Gartenanlagen mit Fontänen und Pavillons. Einen Traum aus Tausend und einer Nacht stellen der Diwan-i-Aam und Sheesh Mahal dar, prachtvolle Audienz- und Säulenhallen, reich verziert mit kostbaren Spiegel und Intarsienarbeiten an den Wänden und den Decken. Zeugen einer prunkvollen Vergangenheit.

13. Tag: Weiter geht’s nach Fatehpur Sikri, der kurzfristigen Hauptstadt des Moghulkaisers Akbar, die dieser aus Dankbarkeit für die Geburt seines Sohnes Jahangir erbauen und schon wieder nach 12 Jahren wegen Wassermangels aufgeben mußte. Die Stadt ist um einen Sandsteinfelsen herum gebaut. Wir besichtigen die Ruinen der Moscheen und Paläste. Am schönsten ist der Diwan-i-Am mit seinen Kreuzgewölben; der Diwan-i-Khas, der Pavillon des Astrologen; das Haus der türkischen Sultanin; der mehrstöckige Pavillon Panch Mahal; das Haus Mariyams mit seinen sehr schönen Malereien; der großartige Jodha-bai-Palast und der Jami Masjid-Complex mit seiner Säulenhalle, dem monumentalen Portal (Buland Darwaza) und dem Grabmal des Heiligen Salim Chisti.

Gegen Mittag erreichen wir Agra, die Stadt mit dem wohl schönsten Bauwerk der Welt, dem Taj Mahal, vom Moghulherrscher Shah Jahan als ewiges Denk-mal für seine Gemahlin Mumtaz zum Zeichen seiner ewigen Liebe aus weißem Marmor erbaut. Da das Monument freitags geschlossen ist können wir es bei Sonntagsflügen nur am Spätnachmittag des Donnerstages besuchen.

14. Tag: Vormittags Besuch des Agra-Fort. Eine 2,5 km lange, mit roten Sandsteinplatten verkleidete Doppelmauer umschließt die Anlage. Akbar ließ die Mauer in der Zeit von 1565 bis 1573 erbauen. Von seinen drei Nachfolgern wurde sie bis Aurangzeb erweitert. Der Zutritt ist nur durch das südliche Tor erlaubt.

Im Inneren der Burg findet Jahangir Mahal, Khas Mahal (Privatpalast), Anguri Bagh (Weingarten), Shish Mahal und den Jasminturm, wo Shah Jahan als Gefangener seines Sohnes starb. Sehenswert sind auch die Audienzsäle (Diwan-i-Aam) und der Palast mit den Fischteichen (Machhi Bhawan), sowie Moti Masjid (Pearl Moschee). Rückfahrt nach Delhi und Transfer ins Hotel.

15. Tag: Transfer zum Flughafen und Rückflug kurz nach Mitternacht bzw. morgens gegen 08:00 Uhr. Ankunft in Frankfurt gegen 14:00 Uhr.




Teamgeist und die Bereitschaft zu etwas Komfortverzicht.





Linienflüge ab/bis Deutschland mit AIR INDIA, AUA oder sonstiger IATA-Airline, Flughafen- und Sicherheitssteuern in Deutschland, Inlandsflug bzw. Zugfahrt mit Schlafwagen 1. Klasse, Bustransfers, Über-nachtungen in Hotels (z.T. Palasthotels) mit Halbpension, Unterbringung in Zelten auf der Kamelsafari mit Vollpension, Betreuungsmannschaft, 1 Reit-/Lastkamel pro Teilnehmer, deutsch-sprachige Reiseleitung, Besichtigungsprogramm einschl. Eintrittsgelder. Änderungen im Tourenverlauf vorbehalten. Nicht enthalten: Flughafensteuer in Indien u. Trinkgelder. Visa erforderlich