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Die GOBI im Winter - warum nicht? Die Mongolei mit ihren unendlich scheinenden Steppen und Wüstengebieten ist seit jeher klassisches Nomadenland. Im Gräsermeer ihrer Steppen stand die Wiege Dschingis Khans, vor dessen Reiterheeren einst der gesamte bekannte Erdkreis erzitterte und der das größte Weltreich der Geschichte schuf.
Die neueste Trekkingkarawane des Wüsten- und Karawanenspezialisten TRH-Reisen verläuft durch die "winterliche Wüste Gobi" Hier befindet sich das Hauptsiedlungsgebiet der mongolischen Kamel-Nomaden, die ihr traditionelles Nomadenleben bis zum heutigen Tage beibehalten konnten. Mit ihren kunstvoll gebauten Jurten und baktrischen (zweihöckrigen) Kamelen ziehen sie bei Hitze und Schneesturm wie zu Urgroßvater Dschingis Khans Zeiten durch die Weiten ihres Landes.
Mit seiner Trekkingkarawane knüpft TRH wieder an die alte Tradition der mongolischen "Winter-Karawanen" an. Während der Zeit der Winterruhe war, bevor die südliche Gobi von Gelände-LKWs und Flugzeugen erschlossen wurde, die klassische Zeit der Versorgungskarawanen, mit denen die Nomaden auf einer ca. 3-wöchigen Reise die großen Märkte von Urgar, dem heutigen Ulanbaataar, aufsuchten.
Da in der Gobi nur relativ wenig trockener Pulverschnee fällt, finden die Tiere überall ausreichend "schockgefrorenes" Steppengras, so dass im Gegensatz zum heißen, mückenreichen Sommer für einen längeren Karawanenzug für mongolische Verhältnisse fast ideale Verhältnisse herrschen.
Mit Hilfe unserer Karawane erschließen wir uns die unendlichen, verschneiten Steppen und Hochebenen der Gobi, einer Halbwüste bzw. Wüstensteppe mit spärlicher Vegetation. Gemächlich und ohne Lärm ziehen wir als "Nomaden auf Zeit" durch die Einsamkeit der Steppe. Nur das Knirschen des hartgefrorenen Schnees unter den Hufen ist zu hören. Kleine Kamel- und Gazellenherden und ab und zu ein einzelgängerischer Wolf kreuzen unseren Weg. Dieses Winterland ist so einsam, dass sich hier Fuchs und Hase gute Nacht sagen.
Man sagt der Gobi nach, dass man sie kaum richtig beschreiben kann - nur erleben. Am besten erlebt man sie, wenn man voll in sie eintaucht, wie die Nomaden mit ihren Kamelen - dem Rhythmus der Natur folgt - und sich der Gobi anpasst.
Begleitet und betreut werden wir während unserer siebentägigen Trekkingkarawane von mongolischen Kamelnomaden und ihren Tieren.
Die bei dieser Tour zum Einsatz kommenden Tiere gehören zur Gattung CAMELUS BACTRIANUS, zu Deutsch Bactrisches Kamel bzw. Trampeltier. Im Gegensatz zum im Orient beheimateten Dromedar besitzt das Bactrische Kamel zwei Höcker und ist für kalte Regionen besser geeignet als sein einhöckriger Vetter. Aus diesem Grunde macht ihm ein heißer Sommertag schon mal zu schaffen und es wird dann schneller müde.
Nach langer Sommerweide und durch einen mächtigen, zottigen Winterpelz geschützt, sind unsere baktrischen Kamele ihrer Umgebung bestens angepasst und das z.T. polare Klima mit Temperaturen von 10° bis -30° C. macht ihnen im Gegensatz zu ihren einhöckrigen Verwandten wenig aus. Im Gegenteil, selbst bei Minustemperaturen fühlt es sich kamelisch wohl.
Geritten wird im Gegensatz zum Dromedar in einem Reitsattel, der sich aus anatomischen Gründen zwischen den Höckern befindet und ähnlich einem Pferdesattel konstruiert ist und wie dieser zwei Steigbügel besitzt.
Als Teilnehmer einer Trekkingkarawane die weiße Unendlichkeit des Gobiwinters zu erfahren, ist ein einmaliges und unvergessliches Erlebnis. Abgerundet wird unsere besondere Reise durch die Teilnahme an einem winterlichen Reiterfest, das uns gewiss der Tradition und dem ursprünglichen Leben der mongolischen Nomaden näher bringen wird.

1. Tag (So. 06.02.05): Flug Berlin/Tegel - Ulaanbaatar am Nachmittag (ca. 15:00 Uhr).
2. Tag: Ankunft in Ulaanbaatar morgens (09:40 Uhr). Fahrt zum Hotel. Nachmittags Besuch des Bogd-Gegen-Palastes, Heim des letzten mongolischen theokratischen Herrschers. Heute ist entsprechend des buddhistischen Mondkalenders der letzte Abend im alten Jahr. Zusammen mit der Familie unseres Agenturchef Gozo feiern wir mit einem typisch mongolischen Festessen wie Buuz (Teigtaschen) ins Buddhistische Neujahrsfest hinein. Hotelübernachtung
3. Tag: Morgendlicher Flug in den Süden des Landes zur kleinen Oasenstadt Dalanzadgad in die Wüste Gobi. Nach Landung auf einem kleinen Wüstenpisten-Flugplatz fahren wir direkt zu unserem GER-Camp (mongolische Jurten) im Gebiet von Moltsog Els. Nachmittags Treffen mit unserer mongolischen Begleitmannschaft und den Kamelen. Erster kleiner Ausritt zum "warmreiten". Übernachtung in GERs.
4. Tag: Am ersten Trecktag geht es in Richtung eines Bergmassives mit Namen "Die Drei Schönen der Gobi". Ankunft und Übernachtung im Tal von Khawzgait bei einer Nomadenfamilie. Hier gibt es zum ersten Mal nach altem Brauch für jeden Gast gegorene Stutenmilch (Airag - mong. // Kumys - russ.) oder Milchschnaps (Karchi) zu trinken. (25 km) Übernachtung in GERs.
5. Tag: Ausritt in der Umgebung von Khawzgait und Besichtigung einiger Felsbilder aus der prähistorischer Zeit. (15km) Übernachtung in GERs.
6. Tag: Ausritt mit Familienbesuch in einem benachbarten Ail (Jurtencamp). Wir befinden uns am Rande des riesigen Gobi-Gurvansaikhan-Nationalpark, mit seiner Gebirgs-, Wüsten- und Steppenlandschaft, malerischen Sandsteinformationen, großen Dünenfeldern und kleinen Flussoasen, deren Wasser hier im Sand versickert. Berühmt ist seine Flora mit einer großer Artenvielfalt, wie sie in den anderen Teilen der Gobi nicht vorkommt. Im Gebiet des Nationalparks finden über fünfzig gefährdete Tierarten einen gewissen Schutz - u.a. wilde Kamele sowie der vom Aussterben bedrohte Schneeleopard. Mit etwas Glück sichten wir unterwegs kleine Herden von Gazellen oder Wildeseln, Steinböcke und Wildschafe. Bei der befreundeten Familie unserer Mannschaft lernen wir die traditionelle Begrüßungszeremonien des Neujahresfestes kennen. (10 km) Übernachtung in GERs.
7. Tag: Zurück nach Khawzgait (10km). Heute wird als Spezialität in der Tradition der alten Karawanen Pferdefleisch serviert und gegessen. Übernachtung in GERs.
8. Tag: Wir nehmen Abschied von unserer Mongolenfamilie in Khawzgait und reiten weiter in Richtung Bayanzag. Übernachtung in GER unterwegs bei einer Nomadenfamilie. (25km)
9. Tag: Ankunft in Bayanzag, der wichtigsten Fundstätte für mongolische Saurierskelette. Übernachtung in GERs bei einer Nomadenfamilie.
10. Tag: Halbtägige Schlussetappe nach Bulgan Sum, wo heute das Kamelfest anfängt. Wir nehmen als erste "Winter-Touristen" mit unseren Kamelen und Fahnen an der Eröffnungsparade auf Kamelen teil. Ca. 300-400 Teilnehmer und Zuschauer, fast alle mit Kamel, werden zu dem Fest erwartet. Nach der Eröffnungsfeier finden ein "Kamel-Polo" sowie ein Festkonzert statt. Anschließend heißt es Abschied nehmen von unseren Kamelen. Übernachtung in GERs.
11. Tag: Das Fest geht weiter. Unter anderem finden ein Kamelrennen und ein Wettbewerb "Das schöne Nomadenpaar" statt. Übernachtung in GERs.
12. Tag: Rückfahrt zu unserem GER-Camp im Gebiet von Moltsog Els, das wir gegen Mittag erreichen. Nachmittags besuchen wir die Bartgeierschlucht in den Ausläufern des Altai-Gebirges. Übernachtung in GERs.
13. Tag: Vormittags Rückflug nach Ulaanbaatar. Nachmittags Besuch des Naturkundemuseums, berühmt für seine vielen und großartigen Exponate der mongolischen "Saurier-Funde". Hotelübernachtung
14. Tag: Vormittags Besichtigung des Klosters Gandan. Eine Insel tibetischen Buddhismus. Nachmittag zur freien Verfügung. Hotelübernachtung
15. Tag: Rückflug und voraussichtliche Ankunft gegen 14:00 Uhr in Berlin.

Kameradschaft, Teamgeist, Abenteuerlust, etwas Kältefestigkeit und Komfortverzicht. Die täglichen Etappen betragen 4-6 Stunden bei Tagestemperaturen von ca. -4 bis -18 Grad C., welche, bedingt durch das trockene Winterwüstenklima und mit Hilfe seitens TRH erhältlicher mongolischer Winterausrüstung (DEL = pelzgefütterter mongolische Wintermantel / pelzgefütterte mongolische Reitstiefel / pelzgefütterte mongolische Wintermütze / pelzgefütterte mongolische Stulpenhandschuhe) gut zu bewältigen sind. (3 Löwen)

Linienflug Deutschland- Ulanbaataar und retour, zwei Inlandsflüge, Flughafen- und Sicherheitssteuern in Deutschland, alle Transfers, 3 Hotelübernachtungen mit ÜF sowie 10 Übernachtungen in Jurten (einfacher Standard ohne Sanitäreinrichtungen!), expeditionsartige Vollverpflegung während der Karawanentage, Begleitmannschaft, ein Reit-/Lastkamel pro Teilnehmer, deutschsprachige TRH-Reiseleitung durch den Inhaber von TRH, Rudolf Hoffmann. Das skizzierte Reiseprogramm mit den für Expeditionen zutreffenden Einschränkungen. Änderungen im Tourenverlauf vorbehalten. Nicht enthalten: Visa.
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