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Ein Besuch der Hochgebirgsregionen Pakistans ist für Bergwanderer und Naturliebhaber ein beeindruckendes Erlebnis. Die nördlichen Grenzen des Landes bilden mit dem Himalaja, dem Pamir, dem Karakorum und dem Hindu Kush das "Dach der Welt". Im pakistanischen Teil dieser Gebirge finden sich Bergriesen wie der K2, der zweithöchste Berg der Erde und der Nanga Parbat, beide über 8000 m hoch. Nicht weniger als 82 Berggipfel Pakistans erreichen eine Höhe über 7000 m. Hier erstrecken sich auch die längsten Gletscher der Erde außerhalb der Polarzonen.
Unsere Reise führt über den berühmten Karakorum-Highway nach Norden. Die Straße folgt über weite Strecken dem Verlauf der alten Seidenstraße. Am Wegesrand stößt man auf Relikte aus früheren Jahrhunderten: Buddha-Statuen und besonders die uralten Felszeichnungen markieren den Verlauf alter buddhistischer Pilgerwege und stellen ein besonderes "Gästebuch der Geschichte" dar. Auf beeindruckender Fahrt gelangen wir ins obere Hunzatal und fahren bis hinauf zum Khunjerab Pass (4733 m) an die Chinesische Grenze. Der Monsun erreicht das Karakorum im Gegensatz zu den Bergen des Himalaya nicht mehr. Die Vegetation dieser Region ist daher recht karg. Nur in den größeren Höhenlagen gibt es einige Niederschläge, die in den tiefer gelegenen Tälern einige Bewässerungskulturen ermöglichen. Wir wandern im Schatten des Nanga Parbat zum Basecamp berühmter Expeditionen und sind mit unserer Trekkingkarawane zu Gast bei den Hirten des legendären Hunzavolkes. Wir genießen ihren würzigen Kräutertee und entdecken zu Fuß die kargen Hochalmen des Baturamassiv mit seinen gewaltigen Gletschern. Den Hauptgletscher werden wir zweimal mit unserer Karawane überqueren. Yaks, eine den Höhenlagen und der Witterung angepaßte Rinderrasse, werden auf dieser Hochgebirgswanderung unsere permanenten Begleiter sein und den Transport der Ausrüstung übernehmen. Betreut werden wir von einer Mannschaft vom Bergvolk der Hunzukutz, "dem Volk, das keine Krankheit kennt", wie sie um die Jahrhundertwende von englischen Forschungsreisen den bezeichnet wurden. Eine touristische Infrastruktur ist nur in geringem Umfang vorhanden. Dadurch konnte das Land sich noch sehr viel Ursekannten Bahnen.
Schilder für gutes Benehmen gibt es hier ebensowenig wie in anderen Ländern auch. Toleranz, Geduld, etwas Sensibilität und vor allem ein freundliches Lächeln gehören daher viel eher ins Reisegepäck als billige Kugelschreiber, Bonbons und Armbanduhren. Mit gutem Willen und einem offenen Ohr für die Empfehlungen des Reiseleiters dürfte unsere Tour für Besucher und Besuchte eigentlich nur zu einem angenehmen Erlebnis werden.

1. Tag: Flug Deutschland - Islamabad
2.-4.Tag: Beeindruckende Fahrt über den Karakorum-Highway und durch die engen Schluchten des Indusflusses. Besichtigung der Felsbilder von Shatial bei Chilas, welche noch heute von den buddhistischen Pilgerzügen nach Taxila zeugen. Majestätisch erhebt sich der Gipfel des Rakaposhi (7788 m ) über Karimabad und den mit Gletscherwasser fruchtbar gemachten Feldern und Obstgärten des Hunzatales. (Hotelübernachtungen in Besham, Chilas und Karimabad)
5. Tag: Vormittagswanderung von ca. 3 Stunden zum Schutzfort Altit im malerischen Hunzatal. Wir erreichen Passu (2540 m), den Ausgangspunkt unserer Yak-Trekkingkarawane. (Übernachtung in einer einfachen Herberge in Passu)
6. Tag: Die erste Tageswanderung von 5-6 Stunden führt hinauf zum Passu- gletscher. Über den Yunzpass (2930 m) gelangen wir zu unserem traumhaft gelegenen Camp in Yunzbin an der Glet scherzunge des Baturagletschers. Yunzbin ist eine Sommersiedlung der Hirten von Passu. Hier sammeln Sie Ihr Vieh, bevor sie es über den Gletscher hin ber zu ihren Hochalmen auf der anderen Talseite bringen. Die Südwestseite des Gletschertales ist Weidegebiet der Leute von Hussaini.
7. Tag: Unserer Yak-Karawane folgt der Seitenmoräne des Batura-Gletscher an der Südwestseite und erreicht nach ca. 4-5 Stunden die Alm Kirgas Washik. In der Übersetzung des lokalen Dialektes bedeutet der Name Adlernest. Wacholderbüsche, Felsrosen, Anemonen und viele hochalpine Blumen blühen links und rechts der Pfades zwischen Gletschermoräne und Berghang.
8. Tag: Die Überquerung des Gletschers ist relativ einfach und er fordert keine alpinistische Erfahrung. Die Gruppe sollte jedoch dicht beieinander bleiben und den Anweisungen des lokalen Berführers unbedingt folgen. Nach ca. 30 Minuten ist das lockere Material der Seitenmoräne überquert und wir erreichen das blanke Eis. Aufgrund der hohen Sonneneinstrahlung ist die Oberfläche schon früh am Tag recht weich und schlüpfrig. Die nächste halbe Stunde führt entlang Gletscherspalten und kleiner Schmelzwassertümpel über den weißen, fotogensten Teil des Gletschers. Eine gute Sonnenbrille, ein breitkrempiger Hut und ein Sonnenschutzmit tel mit hohem Lichtschutzfaktor (untere Kinnpartie nicht vernachlässigen!/hohe Reflexion!) sind wegen der großen Sonneneinstrahlung sehr zu empfehlen! Am gegenüberliegenden Gletscherrand gehts wieder über eine Seitenmoräne und von dort über einen bequem zu laufenden Pfad zur Alm von Yashpirt (3300 m), die wir nach ca. 6 Stunden Wanderung erreichen. In der Übersetzung des lokalen Wakhi-Dialektes bedeutet der Name Pferdeweide. Ein wunderschön gelegenes Camp mit grandiosem Blick über den Gletscher auf das Batura-Massiv belohnt für die Mühen des Tages.
9. Tag: Tag zur Aklimatisation bzw. Wanderung in der herrlichen Umgebung.
10. Tag: Wir folgen dem Eisstrom des mächtigen Batura-Gletschers und gelangen auf einem leicht ansteigenden, von unzähligen Ziegen-, Schaf- und Yakhufen geschaffenen Pfad in ca. 3-4 Stunden nach Kukhil, der zweithöchst gelegenen Alm der Hirten von Passu. In der Übersetzung des lokalen Dialektes bedeutet der Name Quellalm. "Kuk" bedeutet "Quelle" und "Hil" bedeutet "Alm". Das Wort wird dahingehend interpretiert, daß wegen der vielen Kräuter und reichhaltigen Weidemöglichkeiten das Vieh hier mehr Milch gibt als auf anderen Almen. Dieser "Milchquelle" verdankt die Alm daher ihren Namen. Da auf der Strecke ein größerer Bach durchquert werden muß, sollten ein paar Turnschuhe zum Schutz der Füße im Rucksack sein.
11.Tag: Aufstieg von ca. 4 Stunden zur kleinen Sommersiedlung Gutshism (4200 m). Gutshism ist ein Wort, dessen Wurzeln ins Persische reichen. "Gul" bedeutet "Blumen" und "Chashm" bedeutet "Auge" - daher heißt dieser Ort "Blumenauge". Diese Alm wird zusammen mit Kukhil Ende August, Anfang September genutzt, wenn die Weideflächen von Yashpirt erschöpft sind. Auf einem großen Viehtrieb bringen dann die Familien von Passu ihr Vieh auf diese höchstgelegene Alm. Wegen der großen Höhenlage wird es hier oben selbst im Hochsommer, wenn es in tieferen Lagen noch recht warm ist, nachts recht kalt!
12. Tag: Ruhetag bzw. Wanderung mit weiterem Aufstieg (max. Aufsstiegshöhe abhängig vom Willen der Gruppe. Geplant ist ein weiterer Aufstieg von ca. 4-600 m. Ein Möglichkeit wäre z.B. der 2-3stündige Anstieg nach Lupdor. Von dort hat man eine tolle Aussicht auf den Gletscher und die Steilwände des Mt. Kuksar (6943 m) sowie die Siebentausender Mt. Batura (7785 m), Mt. Passu (7478 m), Mt. Shisper (7611 m) und die Kuksar-Gebirgskette.
13. Tag: Abstieg von ca. 5 Stunden zur Alm von Fatmahil.
14. Tag: Einfache Wanderung von ca. 3-4 Stunden längs des Batura-Gletschers nach Vezok Pert. In der Übersetzung des lokalen Wakhi-Dialektes bedeutet der Name Steinbockwiese. Herrliches Camp in der Nähe eines mit dichten Wacholder- und Rosenbüschen bewachsenen kleinen Sees.
15. Tag: Abstieg von ca. 5-6 Stunden nach Passu. Überquerung der Gletscherzunge des Batura-Gletschers auf seiner Südostseite. (Hotelübernachtung in Passu)
16. Tag: Reservetag. Bei gutem Wetter unternehmen wir eine Fahrt hinauf zum Khunjerab Nationalpark und Khunjerab Pass (4733 m) an die Chinesische Grenze. Von der pakistanischen Kontrollstation aus kann man ca. 1 Km hinüber zum fotogenen chinesischen Grenzstein laufen. Von hier aus führte der Verlauf der alten Seidenstraße hinab nach China in die turkmenische Provinz Sinkiang. Für die alten Handelskarawanen folgte dann dem Abenteuer der Hochgebirgsüberquerung die Durchquerung der gefürchteten Taklamakan Wüste.
17. Tag: Fahrt nach Gilgit. Der Ort war früher eine wichtige Karanenstation, die Händlern und Pilgern auf ihrem gefahrvollen Weg entlang der Seidenstraße Aufenthalt und Sicherheit bot. Besuch der in den nackten Fels geschlagenen großartigen Buddhastatue von Kargah. (Hotelübernachtung)
18. Tag: Fahrt auf einer abenteuerlich steilen und schmalen Gebirgspiste hinauf nach Tatto Village. Wanderung von ca. 2-3 Stunden durch eine grüne und "noch bewaldete" Berglandschaft zum alten Basiscamp "Märchen wiese" (3200 m) am Fuße des legendären Nanga Parbat (8125 m). Nanga Parbat bedeutet "nackter Berg". Wenn man seine steilen Bergflanken sieht, weiß man warum. An seinen Steilhängen bleibt nur wenig bzw. über haupt kein Schnee liegen. Eine Steilwand mißt sogar 4500 m Höhe und hält damit den Weltrekord.
19. Tag: Tageswanderung hinauf zum aktuellen Basiscamp (ca. 3800 m) aller Expeditionen. Der Nanga Parbat trägt auch die Bezeichnung "Deutscher Berg", weil bis vor wenigen Jahren vor nehmlich Deutsche Bergsteigerexpeditionen diesen "Killerberg" angingen. Wer möchte, steigt auf bis zum Drexel´s Monument (3967 m). Ein Denkmal für zwei deutsche Bergsteigerexpeditionen und deren "einheimische Träger", die hier am Nanga Parbat ihr Ende fanden (1934 - vier deutsche Bergsteiger + sechs Träger / 1937 sieben deutsche Bergsteiger + neun Träger). Insgesamt kostete die versuchte "Bezwingung" dieses Bergriesen 52 Menschen (hauptsächlich einheimische Träger) das Leben. Dem Österreicher Hermann Buhl gelang 1953 die Erstbesteigung. 1979 bezwang Reinhold Messner den Nanga Parbat auf der "letzten Etappe" im Allei gang.
20./21. Tag: Abstieg nach Tatto Village und Rückfahrt über Besham (Hotelübernachtung) nach Islamabad.
22. Tag: Fahrt nach Taxila, eines der ehemaligen Zentren der buddhistischen Ghandara kultur. Nachmittag zur freien Verfügung in Islamabad. Rückflug am Abend.
23. Tag: Morgens Ankunft in Frankfurt.

Anspruchsvolle Wanderungen auf gebirgige Pfaden in Höhenlagen von 2500 bis zu 4000 Metern.

Linienflug Frankfurt - Islamabad - Frankfurt, Alle Transfers, Wanderungen und Besichtigungen lt. Programm, 8 Hotel- und 12 Campübernachtungen mit VP, Begleitmannschaft, Yaks für den Gepäcktransport, lokaler Bergführer, deutschsprachige Tourenleitung. Änderungen im Tourenverlauf vorbehalten. Visa erfoderlich.
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