Dia-Show

Der Nahe Osten und die Arabische Halbinsel sind bekannt für ihre sprichwörtliche Arabische Gastfreundschaft, reichlich sprudelnde Ölquellen, eine rasante technische Entwicklung sowie riesige und fast menschenleere Wüstengebiete. Weniger bekannt ist sein reiches kulturelles und weltgeschichtliches Erbe, das schon vor der Geburtsstunde des Islam in Mekka und Medina weit in die Frühgeschichte der antiken und arabischen Völker zurückreicht. Saudi Arabien ist seit Urzeiten die Heimat zahlreicher Beduinenstämme. Einer der kleinsten, der "Stamm Juda", wurde durch die Bibel weltberühmt. Von der arabischen Halbinsel kommend zogen jene frühen Beduinen auf der permanenten Suche nach Wasser und Weidegebieten von der arabischen Halbinsel aus ins gelobte Land.
Schon im 3. Jahrtausend v. Chr. sind auf der arabischen Halbinsel erste größere Siedlungen und Handelsbeziehungen in die Nachbarländer nachweisbar. Eines der faszinierendsten antiken Völker im mittleren Osten waren die Nabatäer. Ursprünglich eine lockere Fraktion von Nomadenstämmen, gelang ihnen Dank ihrer besonderen Kenntnisse als Wüstenbewohner der Aufstieg vom Kameltreiber zum Wüstenspediteur und Karawanengrosshändler. Sie schufen ein Handelsimperium, dessen Einflussgebiet sich bis ins südliche Syrien, auf die arabische Halbinsel und in die Wüste Negev erstreckte und mehrere Jahrhunderte friedlich prosperierte, bis Ihnen die Römer im ersten Jahrhundert n. Chr. das Geschäft verdarben.
Wichtigstes und ertragreichstes Handelsgut war damals der im Süden des "arabischen Subkontinents", im Dhofar erzeugte Weihrauch. Schon um 1500 vor Chr. verbrauchte Ägypten in seinen Tempelanlagen riesige Mengen dieses duftenden Harzes, waren dort Kulthandlungen ohne Weihrauch nicht mehr denkbar. Weihrauch war zeitweise so kostbar wie Gold. Kein Wunder also, dass der Karawanenhandel auf der sogenannten "Weihrauchstrasse" florierte und dass im Alten Orient zur Zeit der Nabatäer Karawanen-Spediteure und Händler damit unermessliche Vermögen erwirtschafteten. Ein Vermögen, dass sie z.T. in prunkvolle Grabbauten als Denkmäler für die Ewigkeit investierten.
Monumentale Felsengräber, wie sie heute noch besonders eindrucksvoll in PETRA/Jordanien und in MADEIN SALEH/Saudi Arabien zu besichtigen sind. Später nutzten die grossen Pilgerströme nach Mekka und Medina fast die gleichen Karawanenrouten. Entsprechendes Pilgerkarawanengrafitti findet sich neben frühgeschichtlichen Felsbildern an vielen Berghängen.
Wüstenliebhabern hat Saudi Arabien einiges zu bieten. Ebene Sandregionen wechseln sich ab mit grandiosen, schroffen Felslandschaften mit tief eingeschnittenen Tälern. Unsere Trekkingkaraswanen auf den alten Karawanen- und Pilgerwegen Saudi Arabiens sind die intensivste und abenteuerlichste Art dieses riesige Wüstenland und seine uralte Beduinenkultur pur zu erleben.
Ein unvergessliches Erlebnis jeder Karawanenreise ist die sprichwörtliche arabische Gastfreundschaft. Was gibt es besseres als einen heissen, nach Kardamon duftenden Beduinenkaffee, von freundlicher Hand gereicht. Was gibt es schöneres als nachts in einem Karawanenlager unter einem beeindruckenden nächtlichen Sternenhimmel am Lagerfeuer zu sitzen.


1. Tag: Flug von Frankfurt nach Riyad, der Hauptstadt Saudi Arabiens.

2. Tag: Vormittags Flug nach Hail. Fahrt durch die Wüste Nefud nach Al Ula.

3. Tag: Transfer zum Beduinencamp. Start unserer Trekkingkarawane am Nachmittag.

4. - 10. Tag: Mit echten Beduinen zieht unsere Kamelkarawane auf traditionelle Art und Weise durch die atemberaubend schöne Urlandschaft des Wadi al Ula und entlang eines Teilstücks der Hedschas-Bahn. Die Hedschasbahn war eine Bahnlinie, die eigentlich nie so recht genutzt wurde, denn die Bahnstrecke von Amman nach Medina wurde im ersten Weltkrieg in den Wirren des Araberaufstandes unter Führung von T.E. Lawrence (Lawrence von Arabien) durch permanente Sabotageakte weitestgehend zerstört. Ab und zu ein paar Bahnschwellen, ein verbogenes Gleis oder das Gerippe eines Wagons sprechen beredet von jenen unruhigen Zeiten.
Zum Schluss gelangen wir zu einer der faszinierendsten Nekropolen des Altertums, der Nabatäerstadt Madein Saleh, wunderschön gelegen in einem weiten Wadi. Unsere Karawanenstrecke verläuft z.T. auf der alten Route der Weihrauchstraße, die von Marib im Jemen kommend über Madein Saleh und Petra, den wichtigsten Handelszentren der Nabatäer, nach Ägypten bzw. zu den Häfen des Mittelmeeres und arabischen Golfes und weiter nach Mesopotanien führte. Karawanenrouten und Landschaften, durch die schon Moses mit dem Volke Israel zog um ins gelobte Land zu gelangen.

11. Tag: Transfer ins Hotel. Nachmittags erste Besichtigungen von Felsbildern und der nabatäischen Totenstadt Madein Saleh.

12. Tag: Besichtigungstour in der Nabatäerstadt Madein Saleh. Von den mehr als 120 in zumeist frei im Wadi stehenden in Sandsteintürme hineingeschnittenen Grabstätten sind die meisten noch sehr gut erhalten. Besonders eindrucksvoll der große Komplex von Majlis as Sultan, Quasr Farid und Qasr al Bint. Inseln des ewigen Friedens in einem Meer aus Sand und Gröll.
Nachmittags Gelegenheit zur Wanderung durch eine wilde Gebirgslandschaft hinauf aufs Hochplateau zum Quasr al Hula bzw. zur freien Verfügung.

13. Tag: Fahrt zum Flughafen nach Medina, neben Mekka die heiligste Stadt des Islam. Flug nach Jeddah am Roten Meer.

14. Tag: Stadtbesichtigung von Jeddah, Wir besuchen den Fischmarkt und die malerische Altstadt. Nachmittags besteht die Gelegenheit zur Einkaufstour in die quirligen Basare. Nachtflug zurück nach Deutschland.

15. Tag: Vormittags Ankunft in Frankfurt.




Kameradschaft, Teamgeist, Abenteuerlust und Komfortverzicht. Achtung! Spezielle Kleidungsvorschriften. Für Frauen ist das Tragen der "Abayyha", einem weiten, dunklen Überkleid obligatorisch! Die täglichen Etappen betragen 4-6 Stunden bei Tagestemperaturen von ca. 12-32° C., welche, bedingt durch das trockene, gesunde Wüstenklima, gut zu bewältigen sind (2 Löwen).





Linienflug Deutschland-Saudi Arabien mit Saudi Arabian Airways, Flughafen- und Sicherheitssteuern in Deutschland, Transfers, Hotelübernachtungen mit HP in Riyad 1x, Al Ula 3x und Jeddah 1x, Campübernachtungen in Zweipersonenzelten mit Vollverpflegung, Beduinenbegleitmannschaft, ein Reit-/Lastkamel pro Teilnehmer, ab 12 Personen mit deutschsprachiger Reiseleitung, ansonsten englischsprachige Reiseleitung. Das skizzierte Reiseprogramm mit den für Expeditionen zutreffenden Einschränkungen. Frauen erhalten leihweise eine "Abayyha", Änderungen im Tourenverlauf vorbehalten. Nicht enthalten: Visa