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TUNESIEN - ist in seiner Vielgestaltigkeit ein Schmelztiegel abendländisch / mediterraner als auch islamischer Kultur.
Relativ un-bekannt sind seine malerischen Gebirgs-, Steppen- und Wüstenlandschaften, wie sie besonders eindrucksvoll im saharischen "Großen Süden" des Landes zu finden sind. Herbe, archaische Landschaften von oft überwältigender Klarheit und Schönheit. "Bar bela Ma", Meer ohne Wasser, so wurde die Sahara von den arabischen Karawanenführern genannt. Die Tausende Quadratkilometer lebensfeindlicher Erdoberfläche haben tatsächlich ozeanische Dimensionen. Ihr Formenreichtum ist faszinierend und ihre schönste Gestaltung erfährt sie wohl im Sandmeer des großen Erg, hier soll es sogar „Wanderdünen“ geben.
Unsere Trekkingkarawane führt ins sandige, sonnenverbrannte Herz des tunesischen Grand Erg Oriental (Große östliche Sandwüste), Eine Welt aus Sand, Sand und noch mehr Sand. Wie „Inseln jenseits der Zeit“ ragen einige Tafelberge wie El Mida, Ras el Oussif, Kbor Klib und Tembain aus dem Sand. Felsbastionen der Wüste, an denen sich die Sandwogen des Grand Erg brechen. Natürliche und gute sichtbare Landmarken, an denen sich unsere Karawane orientiert und in deren Windschatten es sich gut campieren lässt. Im Dünenmeer des Grand Erg Oriental, dem Land von Wind, Sand und Sternen, erfährt man Wüste pur. Ein Besuch Berberburg Douiret und der alten Karawanen- und Pilgerstadt Kairouan mit seinen großartigen Moscheen und der alten Medina runden das Landeserlebnis ab und ermöglichen ein tieferes Verständnis für die Lebensweise und die Welt der Nomaden.



1. Tag: Flug ab Deutschland nach Tunis bzw. Monastir. Fahrt ins Hotel in Kairouan.

2. Tag: Inmitten der Steppe am Westrand des Sahel von Sousse legten die Araber 671 n. Chr. mit der Errichtung eines militärischen Feldlagers den Grundstein für Kairouan - Trutzburg des Islam, Stätte nahöstlicher Gelehrsamkeit und für die Bewohner des Maghreb neben Mekka, Medina und Jerusalem die vierte heilige Stadt des Islam. Die Stadt, mit ihrer mauerumgebenen Medina (Altstadt), den Souks (Marktstraßen) und ihren vielen Moscheen konnte sich ihr mittelalterlich, arabisches Erscheinungsbild bewahren und ist das bedeutendste Wallfahrtsziel Nordafrikas. Sieben Pilgerfahrten nach Kairouan ersetzen, wie man im Maghreb glaubt, die den Moslems empfohlene Hadjj (Wallfahrt) nach Mekka. Von unserem am Rande der Medina gelegenen Hotel aus bummeln wir durch die engen Gassen der Altstadt und die Souks mit ihrer orientalischen Marktatmosphäre.
Kairouan beherbergt innerhalb seiner mit 20 Türmen bewährten Stadtmauer viele Sehenswürdigkeiten. Ihren Rang als islamisches Zentrum beweisen die über 60 Moscheen und ca. 100 Zaouias (Grabmahle) der Stadt. Am Anfang unserer Besichtigungsrunde steht der Besuch der Großen Moschee, auch Sidi Oqba Moschee genannt, ein „Muss“ für jeden Besucher Kairouans. Die Sidi Oqba Moschee ist wohl der beeindruckendste als auch bedeutendste Bau Tunesiens und einer der berühmtesten der gesamten islamischen Welt. Als älteste Moschee des Maghreb (Das erste Gotteshaus entstand im Jahre 671 n. Chr.) war ihr Bau richtungsweisend für alle nachfolgenden Moscheen Nordafrikas, deren wuchtiger quadratischer Hauptturm so sehr absticht von den im Verhältnis bleistiftdünnen Moscheetürmen türkisch-osmanischen Stils. Beeindruckend ist neben dem mächtigen Minarett der Laubengang und der große Gebetssaal, welche von über 400 wiederverwendeten antiken Säulen aus Sousse und Mahdia getragen werden. Klassisches Baugut und antike Architekturformen verschmelzen hier mit islamischer, mittelalterlicher Kunst in grandioser Einfachheit und feierlicher Schönheit zu einzigartiger Harmonie.
Sehr sehenswert ist die Zaouia Sidi Sahab - fälschlich oft auch Barbiermoschee genannt -, eine Koranschule und Mausoleum des „Barbier des Propheten Mohammed“. Diese Ehre teilt sich Kairouan allerdings mit Gabes, wo ein weiteres Grabmal für den gleichen Weggefährten des Propheten steht.
Nach der Besichtigung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten verlassen wir Kairouan und erreichen am späten Nachmittag das Land der Palmen - die ausgedehnten Nefzoua-Oasen. Hier gedeihen die „Deghlet Nour (Finger des Lichts)“, die besten Datteln der Welt. Kurzer Stop in der Nefzoua-Oase Douz. Gute Gelegenheit sich mit einem entsprechenden Beduinenoutfit auszustatten (Vorzugsweise mit einem Chech / Kopftuch nach Nomadenart). Die riesigen Palmenwälder mit Tausenden von Dattelpalmen, wie sie heute das Bild der Oase Douz prägen, sind nicht natürlichen Ursprungs sondern erst durch moderne Tiefbrunnen und großangelegte Bewässerungsanlagen möglich geworden. Anlagen, deren Pumpen, unterstützt durch artesischen Druck, fossiles Wasser aus mächtigen Kreide-Tertiärschichten fördern, die in 60 - 100 m Tiefe relativ leicht erschlossen werden konnten. Die Stadt und Oase hat bis heute sehr viel von ihrer durch die Sahara ge-prägten Ursprünglichkeit bewahrt.
Gegen Abend erreichen wir nach ca. 2stündiger Fahrt per Geländewagen den Treffpunkt mit unseren Kamelen und Nomaden, wo im Windschatten einiger „Dünen“ bereits unser Beduinenzelt auf uns wartet.

3.-13. Tag: Der Morgen dämmert, unsere Nomadenfreunde sind schon einige Zeit auf den Beinen und haben schon das erste Feuer entfach. Einige sind bereits unterwegs die Kamele einzusammeln, die sich trotz ihrer Fußfesseln über Nacht im weiten Umkreis auf der Suche nach etwas Knabberbarem verteilt haben. Frühaufsteher kommen in den Genuß des Sonnenaufgangs, wenn die Sonne als glutrose Orange am Horizont erscheint. Beginn unserer Trekkingkarawane durch die beeindruckende und unberührte Dünenlandschaft des Grand Erg Oriental (Große östliche Sandwüste). Unsere Karawane quert Düne rauf und Düne runter z.T. große Dünenwälle wo immer eine Passage möglich ist - eine anstrengende Sache für Mensch und Tier.

Sie tragen eure Lasten in ferne Gegenden,
wohin ihr sie nur mit Mühe brächtet...

(Koran - Sure „Al-Nahl“)

Übernachtet wird immer dort, wo etwas „Grünfutter“ für die Kamele zu finden ist. Unser einfaches Lager unter dem weiten Wüsten-Sternen-Himmel, das auf dem Feuer bereitete einfache Abendessen, der in der Glut gekochte starke grüne Tee und vor allem die wohltuende Stille geben den Abenden in der Wüste eine besondere Atmosphäre.
„Bar bela Ma“ nannten die arabischen Karawanenführer die größte Wüste der Erde. Sie verglichen Ihre Reise mit einer langen Seefahrt, und der Südrand der Sahara war für sie der „Sahel“, das Ufer, daß es zu erreichen galt. Und wie ein riesiges Ozean aus Sand zeigt sich das Sandmeer der großen Ergs - Woge auf Woge verliert sich in der Unendlichkeit des Raums. Diese Wogen der Wüste entstehen, wenn sich Sandkörner an einem Hindernis stauen oder im Lee einer Senke oder eines Gebirgsrücken ablagern.
Erst nur zentimeterhohe Sandrippel, wachsen sie unter dem Einfluss des Windes nach dem Prinzip der Selbstorganisation zu mächtigen Formationen heran, die sich z.T. zu riesigen Gebirgswällen aus Sand auftürmen können.

14. Tag: Nach dem Naturschauspiel eines letzten Sonnenaufganges in der Wüste und einem Frühstück heißt es Abschied nehmen von unserer Karawanenmannschaft. Wir lassen die letzten großen Dünen des Grand Erg Oriental hinter uns und erreichen gegen Mittag das Berberdorf Douiret. Die in bester Verteidigungslage hoch am Steilabhang angelegten Berberdörfer Südtunesiens wie das vor uns liegende Guermessa galten jahrhundertlang als uneinnehmbare Berbersiedlungen. Die Djebalia - Nachkommen jener Berber, die aus Furcht vor räuberischen, arabischen Nomadenstämmen in diese unwirtliche Bergregion flüchteten und diese typischen, in Hanglage angelegten Siedlungen gründeten, wohnen auch heute noch in Orten wie Chenini oder Gouermessa in zum Teil noch gut erhaltenen Be-hausungen.
Anschließend Rückfahrt auf die Insel Djerba. Am späten Nachmittag erreichen wir unser Strandhotel.

15. Tag: Rückflug nach Deutschland



Direktflug Deutschland - Monastir/Djerba bzw. via Tunis mit TUNIS AIR Flughafen- und Sicherheitssteuern in Deutschland, Fahrten mit Geländewagen, 2 Übernachtungen im Hotel 3* mit HP in Kairouan und Djerba, 12 Übernachtungen in Beduinenzelten mit Vollverpflegung, Nomaden-Begleitmannschaft, 1 Gepäck/Reitkamel pro erwachsenen Teilnehmer/in, deutschsprachige TRH-Reiseleitung. Änderungen im Tourenverlauf vorbehalten.

Preise: TUNESIEN - Trekkingkarawane D
Mit Kamelen zu den Inselbergen des Grand Erg Oriental

1480,- EUR ab/bis Frankfurt
(nur mit Tunis Air-Direkt-Flügen um 19:00 Uhr ab Frankfurt nach Djerba)
1560,- EUR ab/bis MUC, DUS, BER/SXL und HAM (nur mit Tunis Air-Direkt-Flügen soweit verfügbar nach Djerba)
Anschlussflüge anderer Fluggesellschaften (Spartarif) ab allen deutschen Flughäfen ca. 140,- EUR bis 210,- EUR

Rail & Fly ab allen Bahnhöfen + 90,- EUR

25,- EUR Luftverkehrssteuer

EZ-Zuschlag (nur Hotel) + 90,- EUR

Kerosinzuschlag: Infolge der Benzinpreis- entwicklung kann die exakte Höhe der Kerosinzuschläge erst bei der Buchung genannt werden. Rechnen Sie mit ca. 45,- EUR
Termine: TU-TKD11A 12.02.11 - 26.02.11
TU-TKD11A
26.02.11 – 12.03.11 +
TU-TKD11B
16.04.11 - 30.04.11 ++
TU-TKD11C
01.10.11 - 15.10.11 +
TU-TKD11C
15.10.11 - 29.10.11 +
TU-TKD11D
12.11.11 - 26.11.11

+ Saisonzuschlag 60,- EUR
++ Saisonzuschlag 120,- EUR
Teilnehmer 8 - 14 Personen
Anfrage & Buchung