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TUNESIEN
- ist bekannt für seine großartigen Steppen- und Wüstenlandschaften,
wie sie besonders Eindrucksvoll im saharischen "Großen Süden" des
Landes zu finden sind. Herbe, archaische Landschaften von oft
überwältigender Klarheit und Schönheit. "Bar bela Ma", Meer ohne
Wasser, so wird die Sahara von den Beduinen genannt. Die Tausende
Quadratkilometer lebensfeindlicher Erdoberfläche haben tatsächlich
ozeanische Dimensionen. Ihr Formenreichtum ist faszinierend und ihre
schönste Gestaltung erfährt sie wohl im Sandmeer des großen Erg. Diese
Familien-Trekkingkarawane führt jenseits der trubeligen Tourismuszonen
von Hammamet bzw. Djerba in den großen saharischen Süden Tunesiens.
Im Dünenmeer des Grand Erg Oriental (Große östliche Sandwüste), dem
Land von Wind, Sand und Sternen, erfährt man Wüste pur. Hier sagen sich
noch die Wüstenfüchse gute Nacht und mit etwas Glück sieht man sogar
eine Herde Gazellen. Die Wanderungen im ruhigen, aber stetigen Rhythmus
einer Karawane, die unendliche Weite der einsamen Wüstenlandschaft, das
tägliche Zusammenleben mit unserer Beduinenmannschaft und den Tieren
als auch die glitzernde Pracht des nächtlichen Sternenhimmels werden
wohl unvergeßliche Eindrücke hinterlassen. Die Übernachtungen in
Beduinenzelten rundet das Landeserlebnis ab und ermöglichen ein
tieferes Verständnis für die Lebensweise und die Welt der Nomaden.
Eine Welt, fern von Coca Cola, Fernsehen, Gameboy und Computerspielen.
Eine Welt ohne großen Besitz und überflüssigen Luxus, wo Menschen nur
ein Zelt als "Dach über dem Kopf" ihr Eigen nennen. Eine Welt, in der
ein "Fremder" noch als "Gast" empfangen wird und wo Kinder noch ein
"Geschenk und Segen Allahs!" sind.
Die TRH-Familien-Trekkingkarawane verläuft ganz im Lebensstil der
Nomaden. Wir werden "Nomaden auf Zeit" und unsere
Familien-Trekkingkarawane ist eine Traumreise für Kinder als auch für
Erwachsene. Der etwas abenteuerliche Charakter dieser Tour mit den
"großen Tieren" (unsere Dromedare haben immerhin eine stattliche
Schulterhöhe von ca. 2,20 m) und im Rahmen der Familienbande ermöglicht
ganz neue und oft überraschende Erfahrungen für Erwachsene und Kinder.
Unsere Kamele sind ausgesuchte und sanftmütige Gesellen, die einem
während der Wandertage sehr schnell ans Herz wachsen und von denen man
sich am Ende der Tour sehr ungern wieder trennt. Sie sind allerdings
"keine Streicheltiere". Unsere Dromedare sind als Freund und
Wanderkamerad für Erwachsene und Kinder gedacht und tragen willig das
Gepäck von 3-4 Teilnehmern.
Ba Mohamed, Abdellah, Ali oder Moktar, unsere bewährtesten
Karawanenführer begleiten die Familiengruppen. Sie sind erfahrene
Karawanenleute und mit ihren Kamelen schon viele hundert Kilometer
durch die Sahara gezogen. Der Verlauf der Dünen und der Wind bei Tage
und das Sternbild des Orion bei Nacht dienen ihnen als Kompaß und zur
Orientierung.
Für jedes Nomadenkind, das auf sich hält, gibt es keine bessere Schule
fürs Leben als die Karawane und kein geeigneteres Klassenzimmer als die
Sahara. Während der alljährlichen Umzüge von Weidegebiet zu Weidegebiet
erlernen die Kinder die Grundtugenden der "freien Menschen" - Mut,
Ausdauer, Bescheidenheit und Schweigen.
Ein Mann wie Mohamed weiß selbst nicht mehr genau, wie oft er die
Kamelherden seines Stammes - manchmal mehr als hundert Kamele - durch
die Wüstengebiete der tunesischen Sahara geführt hat. Nur soviel steht
fest - er ist stets heil zurückgekommen, ebenso wie die ihm
anvertrauten Menschen und Tiere. In der Nomaden-Schule fürs Leben ist
er einer der erfahrensten Lehrer!
Wer wie TRH als Spezialveranstalter für Wüstenreisen weltweit, bedingt
durch langjährige und freundschaftliche Kontakte, Reisen mit den
Menschen und nomadischen Partnern vor Ort organisiert und durchführt,
kann sich auf deren Erfahrung, Zuverlässigkeit und Schutz verlassen und
wird so schnell keine Abenteuer erleben. Unsere Trekkingkarawanen sind
"Reisen zu Freunden – und – mit Freunden!"
Es steht außer Frage, daß bei dieser Art des Reisens Land und Leute
wesentlich intensiver erlebt werden können, als dies im 4* Clubhotel
mit Animationsprogramm der Fall wäre.

1. Tag: Flug ab Deutschland nach DJERBA und Transfer ins Fondouk-Hotel MARHALA.
2. Tag:
" La ilaha illa `llah, we Mohammed rasul Allah - Es gibt keinen Gott
außer Allah und Mohammed ist Allahs Prophet ". Laut dröhnt die Stimme
des Muezzin vom Minarett der nahegelegenen Türkenmoschee und reißt,
unterstützt von den Stimmen weiterer gottesfürchtiger Kollegen,
gläubige und ungläubige Zeitgenossen aus dem Schlaf. Da dieses "
Konzert " stets vor Sonnenaufgang stattfinden muß, bleiben uns vor dem
Frühstück noch ein bis zwei Stunden Schlaf.
Wir
verlassen Djerba per Fähre und fahren hinauf ins Bergland von
Matmata. Diese abgelegenen, südlichen Gebirgsregionen waren seit
Jahrhunderten die Rückzugsgebiete der nordafrikanischen Urbevölkerung -
der Berber. Teile dieses Volkes wahren bis heute noch ihre
traditionellen Lebensformen und bleiben ihren angestammten
Siedlungsräumen treu. Zum Schutz vor der unbarmherzig herabbrennenden
Sonne schufen die Bewohner von Matmata und einiger Ortschaften der
Umgebung schachtartig in den weichen Mergelboden gegrabenen
Höhlenwohnungen.
Von einem sechs bis zwölf Meter tiefen, senkrechten Lichtschacht von
ca. 15 m Durchmesser, der auch den Innenhof bildet, gelangt man über
steile Treppchen in die verschiedenen Kammern und Räume, die horizontal
ins weiche Erdreich getrieben wurden.
Der Eingang zu diesen Behausungen erfolgt meistens von der Seite durch
einen schmalen Tunnel, der im allgemeinen hoch genug ist, um einem
beladenen Kamel Durchlaß zu gewähren. Früher waren diese
Berberwohnungen aus der Ferne kaum zu erkennen. Allenfalls an den
leichten Aufschüttungen an den Rändern, die von den Erd- und
Bauarbeiten übrig geblieben waren. Heute weisen aus der Landschaft
herausragende Fernsehantennen eindeutig den Weg zu bewohnten
Höhlenwohnungen.
Um einen kleinen Eindruck von dieser Lebensform zu gewinnen, werden wir
einen als einfaches Hotel ausgebauten großen Wohnkomplex aus
Höhlenwohnungen besichtigen.
Die in die Schachtwände gegrabenen Wohnhöhlen bieten sehr viel
Atmosphäre und sind durch das Erdreich hervorragend isoliert. Wie jeder
feststellen wird, bedeutet dies - im Winterhalbjahr ist es darin mollig
warm und im Sommer schön kühl.
Nach diesem Besichtigungsstop erreichen wir pünktlich zur Mittagspause
die Oasenstadt Douz. Gute Gelegenheit sich mit einem entsprechenden
Beduinenoutfit auszustatten. Die riesigen Palmenwälder mit Tausenden
von Dattelpalmen, wie sie heute das Bild der Oase Douz prägen, sind
nicht natürlichen Ursprungs sondern erst durch moderne
Tiefbrunnen und großangelegte Bewässerungsanlagen möglich geworden.
Anlagen, deren Pumpen, unterstützt durch artesischen Druck, fossiles
Wasser aus mächtigen Kreide-Tertiärschichten fördern, die in 60 - 100 m
Tiefe relativ leicht erschlossen werden konnten. Die Stadt und Oase hat
bis heute sehr viel von ihrer durch die Sahara geprägten
Ursprünglichkeit bewahrt. Eine bautechnische Besonderheit der
südtunesischen Nefzouaoasen sind die Lehmziegelornamente der
Hausfassaden. Durch ein Vor- bzw. Zurücksetzen einzelner oder ganzer
Lehmziegelgruppen wird mit einfachsten Mitteln die reliefartige
Ziegelstruktur im unterschiedlichen Spiel von Licht und Schatten in
einer Art und Weise lebendig, daß man sich diese Bauweise auch für so
manches europäische Bauwerk wünschen möchte.
Am Nachmittag erreichen wir nach ca. 2stündiger Fahrt per Geländewagen
den Treffpunkt mit unseren Beduinen, wo wir im Windschatten einiger
"Dünen" zum ersten Mal unser Beduinenzelt aufschlagen.
3.-6. Tag:
Der Morgen dämmert, unsere Nomadenfreunde sind schon einige Zeit auf
den Beinen und haben bereits das erste Feuer entfach. Einige sind
bereits unterwegs die Kamele einzusammeln, die sich trotz ihrer
Fußfesseln über Nacht im weiten Umkreis auf der Suche nach etwas
Knabberbarem verteilt haben. Frühaufsteher kommen in den Genuß des
Sonnenaufgangs, wenn die Sonne als glutrose Orange am Horizont
erscheint. Beginn unserer Trekkingkarawane durch die beeindruckende und
unberührte Dünenlandschaft des Grand Erg Oriental (Große östliche
Sandwüste). Unsere Karawane quert Düne rauf und Düne runter z.T.
große Dünenwälle wo immer eine Passage möglich ist - eine anstrengende
Sache für Mensch und Tier.
"Sie tragen eure Lasten in ferne Gegenden,
wohin ihr sie nur mit Mühe brächtet..."
(Koran - Sure "Al-Nahl")
Übernachtet wird immer dort, wo etwas „Grünfutter“ für die Kamele zu
finden ist. Unser einfaches Lager unter dem weiten
Wüsten-Sternen-Himmel, das auf dem Feuer bereitete einfache Abendessen,
der in der Glut gekochte starke grüne Tee und vor allem die wohltuende
Stille geben den Abenden in der Wüste eine besondere Atmosphäre.„Bar
bela Ma“ nannten die arabischen Karawanenführer die größte Wüste der
Erde. Sie verglichen Ihre Reise mit einer langen Seefahrt, und der
Südrand der Sahara war für sie der „Sahel“, das Ufer, daß es zu
erreichen galt. Und wie ein riesiges Ozean aus Sand zeigt sich das
Sandmeer der großen Ergs - Woge auf Woge verliert sich in der
Unendlichkeit des Raums. Diese Wogen der Wüste entstehen, wenn sich
Sandkörner an einem Hindernis stauen oder im Lee einer Senke oder eines
Gebirgsrücken ablagern.Erst nur zentimeterhohe Sandrippel, wachsen sie
unter dem Einfluß des Windes nach dem Prinzip der Selbstorganisation zu
mächtigen Formationen heran, die sich z.T. zu riesigen Gebirgswällen
aus Sand auftürmen können.Wenn dann die letzten großen Dünen in der
Nähe der Oase Ksar Ghilane erreicht werden, möchte man fast an eine
Fata Morgana glauben. Einige hundert Palmen und eine Quelle ducken sich
vor den Sanddünen des Grand Erg Oriental, der gewaltigen östlichen
Sandwüste, die weit nach Algerien hinüber reicht. Eine kleine grüne
Insel, stets vom Sand und Wüstenwind bedroht.
7. Tag:
Nach dem Naturschauspiel eines letzten Sonnenaufganges in der Wüste und
einem Frühstück fahren wir in ca. 30 Minuten zur Oase Ksar Ghilane. Man
möchte fast an eine Fata Morgana glauben. Einige hundert Palmen und
eine warme Quelle (Badegelegenheit unter Palmen!) ducken sich vor den
Sanddünen des Grand Erg Oriental, der gewaltigen östlichen Sandwüste,
die weit nach Algerien hinüber reicht. Eine kleine grüne Insel, stets
vom Sand und Wüstenwind bedroht.Die Oase Ksar Ghilane, war schon zu
Zeiten Roms eine Befestigung des Limes Tripolitanis. Später
folgten andere Völker wie die Franzosen und zuletzt die Touristen. Was
wohl die einfachen Legionäre auf dem damals sehr einsamen, entlegenen
Wachposten gedacht und gefühlt haben mögen...Sie werden es wohl nicht
so romantisch empfunden haben wie wir, die hier nur für kurze Zeit zu
Besuch sind.Wir lassen die letzten großen Dünen des Grand Erg Oriental
hinter uns und passieren gegen Mittag das Berberdor Douiret. Die in
bester Verteidigungslage hoch am Steilabhang angelegten Berberdörfer
Südtunesiens wie das vor uns liegende Douiret galten jahrhundertlang
als uneinnehmbare Berbersiedlungen. Die Djebalia - Nachkommen jener
Berber, die aus Furcht vor räuberischen, arabischen Nomadenstämmen in
diese unwirtliche Bergregion flüchteten und diese typischen, in
Hanglage angelegten Siedlungen gründeten, wohnen auch heute noch in
Orten wie Chenini oder Guermessa in zum Teil noch gut erhaltenen
Behausungen.Nach dem Mittagsessen Rückfahrt auf die Insel Djerba. Eine
Sehenswürdigkeit der Insel ist das Töpferdorf Guellala, wo noch
ursprüngliche Keramik nach alter Väter Sitte in großen, schmauchenden
und aus Erde geformten Töpferöfen produziert wird. Am späten Nachmittag
erreichen wir unser Strandhotel.
08. Tag: Rückflug nach Deutschland.

Wanderungen von 5-6 Stunden durch Dünen und Wadis. Die Tagestemperaturen schwanken zwischen 12 und 32° C (Mittags).

Direktflug
FRANKFURT - DJERBA/DJERBA mit TUNIS AIR (Linienflug), Flughafen- und
Sicherheitssteuern in Deutschland, Fahrten mit Geländewagen, 1
Übernachtung mit ÜF und 1 Übernachtung mit HP im FONDOUK-Hotel (alte
Karawanenstation) mit Abschiedsessen im Restaurant in Djerba, 5
Übernachtungen in Beduinenzelten mit Vollverpflegung,
Beduinen-Begleitmannschaft, 1 Gepäck/Reitkamel pro erwachsenen
Teilnehmer/in + Kind, deutschsprachige TRH-Reiseleitung. Änderungen im
Tourenverlauf vorbehalten.

| Preise: |
TUNESIEN - Familien-Trekkingkarawane F
670,- EUR ab/bis Djerba (ohne Flug)
980,- EUR ab/bis Frankfurt (nur mit Tunis Air-Direkt-Flügen um 19:00 Uhr ab Frankfurt nach Djerba)
1060,- EUR ab/bis MUC, DUS, BER/SXL und HAM (nur mit Tunis Air-Direkt-Flügen soweit verfügbar nach Djerba)
Anschlussflüge anderer Fluggesellschaften (Spartarif) ab allen deutschen Flughäfen ca. 140,- EUR bis 210,- EUR
Rail & Fly ab allen Bahnhöfen + 90,- EUR
EZ-Zuschlag (nur Hotel) + 90,- EUR
200,- EUR Ermäßigung für Kinder ab 6 Jahre und Jugendliche bis
einschließlich 14 Jahre (in Begleitung eines Erwachsenen mit
gemeinsamen Kamel pro Erwachsenem und Kind) auf den Gesamtpreis bzw.
Landprogramm ohne Flug. Badeverlängerung im Strandhotel auf Anfrage
möglich.
Kerosinzuschlag:
Infolge der Benzinpreis- entwicklung kann die exakte Höhe der
Kerosinzuschläge erst bei der Buchung genannt werden. Rechnen Sie mit
ca. 45,- EUR
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| Termine: |
TU-TKA10A 13.02.10 - 20.02.10 TU-TKA/F10B 02.04.10 - 09.04.10 ++ TU-TRA/F10C 08.10.10 - 15.10.10 + TU-TKA/F10D 30.10.10 - 06.11.10 + A/F = Als Familientour gut geeignet
+ Saisonzuschlag 80,- EUR
++ Saisonzuschlag 120,- EUR
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| Teilnehmer |
10 - 16 Personen |
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