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Andalusien ist eine Land der Kontraste mit von der Natur gesegneten Landstrichen. Im Tiefland und an der Küste dominieren Oliven- und Orangenhaine, Wälder mit Korkeichen-, Pinien- und Eukalyptusbäumen sowie ausgedehnte Weinanbaugebiete. Das Hinterland steigt schnell an zu den Gebirgszügen des zentralen Hochlandes wie der Sierra de Antequera, der Sierra de Huétor oder den schneebedeckten, bis zu dreitausend Metern hohen Gipfeln der Sierra Nevada. Neben einer grandiosen Natur trifft man Überall auf Relikte der maurischen, jüdischen und christlichen Kultur mit ihrem reichen religiösen, politischen und sozialen Erbe, eine Schatzkammer, gefüllt mit historischen und archäologischen Kostbarkeiten. Das Land an der Südgrenze Europas war stets Brücke als auch Durchzugsgebiet für den Handel als auch die Heere vieler Eroberer und Faustpfand im Machtkampf der großen und kleinen Reiche, die im Mittelmeerraum, im vorderen Orient und nördlich der Pyrenäen aufblühten und vergingen. Über Sevilla, Cordoba und Granada verliefen einst wichtige Handelsverbindungen, die von den afrikanahen Mittelmeerküsten über die Pyrenäen ins "Land der Franken", ins nördliche Europa führten. Im arabisch-maurisch geprägten "Goldenen Zeitalter", das fast achthundert Jahre währte, erblühten in Südspanien zahlreiche Handelsplätze und Städte, war Al Andalus (Andalusien) im europäischen Raum führend in den Wissenschaften und den schönen Künsten. Jedoch die eigentliche Bedeutung von Al Andalus liegt jenseits aller Geografie und Politik. Damals schafften es die Gläubigen der drei großen monotheistischen Weltreligionen - Judentum, Christentum und Islam – in vorbildlicher Toleranz unter dem Schutz der Kalifen "friedlich" zusammenzuleben. In den darauf folgenden kriegerischen Jahren der Rückeroberung Spaniens durch christliche Raubritter im 13./14. Jhd. war es dann vorbei mit der Toleranz und dem Frieden im Land. Marktflecken und Städte mussten stark befestigt werden und konnten bis heute ihren oft sehr martialischen und trotzdem romantischen Charakter bewahren.
Unsere Wanderungen führen durch mediterrane Hügellandschaften und tiefe Schluchten, weite Hochplateaus und schroffe, zerklüftete Gebirgszüge. Wo es sich ergibt besuchen wir mittelalterliche Städte und Burgen bzw. wir rasten in einer der verträumten Puebla Blanca, den "weißen und blumengeschmückten Dörfer" Andalusiens, die selbst heute noch oft der modernen, hektischen Zeit entrückt zu sein scheinen. Abgerundet wird diese Wanderreise durch den Besuch von Granada und Ronda, echten Juwelen mittelalterlicher arabohispanischer Baukunst.


1. Tag: Flug Deutschland - Malaga. Einweisung in die Wanderreise durch unseren Reiseleiter gegen 19:30 Uhr in unserem Hotel in der Nähe von Malaga.

2. Tag: Fahrt durch eine nahezu menschenleere, wilde und zerklüftete Berglandschaft mit spektakuläre Aussichten auf Schluchten und Täler. Am späten Vormittag erreichen wir das einzigartig gelegene, malerische Ronda mit seiner berühmten Brücke, die in mehreren Stockwerken die Tajo-Schlucht überspannt. Auf einem Felsplateau in 750 m Höhe gelegen, dessen Steilwände 250 m hoch über das Umland herausragen, ist der Ort ein echtes Adlernest. Gegen Abend wird Antequera erreicht, ein hübsches Landstädtchen mit unglaublich vielen Kirchen. Der Ort wird malerisch von einer maurischen, zinnenbewehrten Alcazaba (Burg) überragt.

3. Tag: Fahrt hinauf in die Sierra de Antequera zu den pittoresken Granitformationen des Torcal (1080 m). Wanderung durch eine Landschaft mit phantastischen Gebilden, deren Baumeister Wind, Sonne und Regen waren. Die steingewordene Kulisse einer Märchenlandschaft. Gegen Abend erreichen wir Granada, eine Stadt mit klangvollem Namen und einer der schönsten Orte Spaniens, wunderschön am Fuße der Sierra Nevada gelegen.

4. Tag: Granada gehörte zum Dreigestirn der andalusischen Städte, die in der arabischen Herrschaftszeit eine herausragende Rolle spielten. Hier hielt sich das hispanomaurische Reich Al Andalus bis zur endgültigen Eroberung Granadas im Jahre 1492.
Vormittags bummeln wir durch die Altstadt mit der Kathedrale und besichtigen die Capilla Real, die Königliche Kapelle. Ein Höhepunkt jeder Spanienreise ist natürlich eine Besichtigung der maurischen Alhambra, dem von der UNESCO als Weltkulturerbe unter Schutz gestellten, meistbesuchten Monument Spaniens. Der Nachmittag - Zeit des besten Lichts für diesen Besuch - steht ganz im Zeichen der Alhambra, diesem Bauwerk von unvergleichlicher Schönheit, einem Märchenpalast wie aus Tausend und Einer Nacht.

5. Tag: Tag zur freien Verfügung. Gelegenheit die Provinzhauptstadt auf eigene Faust zu erkunden. Granada ist heute eine lebhafte Universitätsstadt mit malerischen Stadtteilen wie dem Sakramonte-Viertel oder dem traditionsreichen Albaicin. In den Gärten und Parks der Stadt wächst eine Vielfalt subtropischer Pflanzen. Ein malerisches Bild vor der Kulisse der von ewigem Schnee bedeckten Bergkuppen (Frühjahr) der Sierra Nevada.

6. Tag: Heute wandern wir im Naturpark der Sierra de Huétor, den Nordausläufern der Sierra Nevada, dem höchsten Gebirgszug Festland-Spaniens. Zur Mittagszeit picknicken wir vor herrlichem Panorama.
Nachmittags erreichen wir Guardix, ein faszierendes Höhlendorf in der Nähe Granadas. Im Stadtteil Barrio de Santiago leben noch heute zahlreiche Familien in Höhlenwohnungen, die in den weichen Tuffstein gegraben wurden. Der Kontrast zwischen dieser stark erodierten, ockerfarbenen Mondlandschaft und den in Andalusien traditionell weißen Hausfassaden ist sehr reizvoll und fotogen. Gegen Abend erreichen wir unser Hotel in einem Bergdorf am Nordhang der Sierra Nevada.

7. Tag: Für den heutigen Tag ist ein ausführliches Wanderprogramm im Naturpark der Sierra Nevada vorgesehen. Am späten Nachmittag erreichen wir das schön gelegene Bergdorf Calahorra. Im letzten Licht der Abendsonne werden wir dem über dem Ort thronenden arabischen Alcazar noch einen Besuch abstatten.

8. Tag: Fahrt hinunter zur Küste der Costa del Sol in unser Hotel in Nerja. Nachmittag zur freien Verfügung. Gelegenheit zu einem Strandspaziergang bzw. die berühmte Tropfsteinhöhle Cueva de Nerja zu besichtigen.

9. Tag: Fahrt ins Bergdorf Frigiliana. Die hübschen Häuser mit ihren weiß getünchten Fassaden und mit Geranien geschmückten Balkonen entsprechen ganz unserer Vorstellung eines regionstypischen Pueblo Blanco. Wanderung durch die Schlucht des Rio Higuerón, dessen Bett sich tief in das Küstengebirge der Sierra de Almijara eingegraben hat.

10. Tag: Transfer zum Flughafen Malaga um 09:00 Uhr und Heimreise.

Die täglichen Wanderungen betragen 4-6 Stunden bei Tagestemperaturen von ca. 18-35° C.(Mittags), welche, bedingt durch das trockene, gesunde Gebirgsklima, gut zu bewältigen sind.



Flug Deutschland – Malaga auf Anfrage, Flughafen- und Sicherheitssteuern in Deutschland, alle Transfers in Spanien, 9 Übernachtungen in Mittelklassehotels im DZ mit DU/WC und HP, Begleitbus, deutschsprachige Reiseleitung.