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Grönland ist die größte Insel der Welt und ein Land, das Erinnerungen weckt an Expeditionsberichte und Erzählungen kühner Polarforscher wie Amundsen, Scott oder Nansen. Männer, die ihr Leben aufs Spiel setzten im Kampf mit den Elementen - mit Schneesturm, Packeis und Polarnacht. Grönland ist allerdings auch ganz anders, wie schon Erik der Rote vor mehr als 1000 Jahren in der Heimat zu berichten wußte.
Der überwiegende Teil der Insel liegt nördlich des Polarkreises. Etwa 80% sind mit bis zu drei Kilometer dickem Eis bedeckt. An den Küsten finden sich allerdings eisfreie, lebensfeindlichere Gebiete, wonach Erik der Rote dieses Land benannte: Grönland = Grünes Land. Grönland oder Kalaallit Nunaat - auf eskimotisch: "Das Land der Menschen" - wurde bereits 3000 Jahre vor Erik besiedelt durch erste Eskimostämme von Nordkanada her kommend besiedelt und ist seitdem das Land eines Volkes, das nach wie vor in enger Verbindung mit der Natur lebt.
Dieses Gebiet wird von einer ausschließlich polaren Tierwelt wie Eisbären, Walen, Walrossen, Robben, Moschusochsen, Rentieren, Polarfüchsen und mannigfachen Vogelarten belebt, welche auch heute noch in den kleinen, abgelegenen Siedlungen die Lebensgrundlage für die Jägerkultur der Eskimos bilden.
In Grönland erlebt man noch Eiszeit life. Unvorstellbar sind die unberührten Weiten des majestätischen, horizontumspannenden Inlandeises, dessen mächtige Riesengletscher sich auf kilometerbreiter Front ins Meer schieben und bizarre Eisberge produzieren.
Über alledem scheint im Sommer 24 Stunden am Tag die Sonne und erwärmt die Luft manchmal über +20 Grad Celsius. Die staubfreie, klare und trockene Luft erlaubt grandiose Fernsichten und leistet das ihre, um das Klima angenehm und für Wanderungen und Ausflüge als optimal zu empfinden.

Diese besondere Wandersafari mit einem speziell umgebauten, treibeisfesten Kutter ermöglicht es, die schönsten Regionen der malerischen und sehr geschützt gelegenen Discobucht anzulaufen. Ob entlegene Eskimosiedlungen, unbewohnte Inseln, ins Meer kalbende Gletscher oder tief eingeschnittene Fjorde - auf dem Wasserwege, der Straße der großen Wale, sind alle Punkte an diesen polaren Küsten erreichbar, zu denen man zu Fuß nie gelangen würde. Punkte, an denen oft noch paradiesische Zustände herrschen, an denen die Tierwelt noch nicht wie im Umkreis der großen Siedlungen durch übermäßige Jagd völlig dezimiert ist.
Unsere Wandersafari beginnt bei der Siedlung Ilulissat (Jakobshavn) an der Discobucht in Nordwest-Grönland. Hier schiebt sich der 14 Kilometer breite und mit 30 Meter pro Tag schnellste Gletscher der Nordhalbkugel in den Isfjord. Im Fjord staut sich Eisberg an Eisberg wie auf einer verstopften Autobahn, bevor sie der Eisdruck aufs Polarmeer hinaus befördert und auf eine unbestimmte Reise schickt. Durch die Meerenge des Vaigat bringt uns der Kutter noch weiter in den hohen Norden auf die Halbinsel Nussuaq. Der reiche vulkanische Formenschatz dieses abgelegenen Landstriches und der Besuch der kleinen Fängersiedlung Saqqaq sind weitere Höhepunkte unserer Reise. Weiter geht es zur Insel Disco mit ihren durch Vulkanismus geprägten und mit eisstarrenden Plateaugletschern bedeckten Tafelbergen. Tief eingeschnittene, geschützte Gletschertäler wechseln sich ab mit windgepeitschten Bergpässen. Hier finden Botaniker eine hochalpine Flora in kaum vergleichbarer Größe, Fülle und Pracht. Übernachtet wird in Zelten in der freien Wildnis bzw. in einfachen Hüttenunterkünften kleiner Eskimosiedlungen. Von Basiscamps und vom Boot aus unternehmen wir Wanderungen entlang der Eismeerküste, durchstreifen kleinere Inseln oder laufen direkt zum Rand des Inlandeises, das sich wie ein riesiger, aber sehr kalter Pfannkuchen aus ca. 3000 m Höhe zum Meer hin ausbreitet. An solch einem Ort kann jeder nachempfinden, wie sich unsere Vorfahren am Rande der eiszeitlichen Riesengletscher gefühlt haben mögen.

1. Tag: Anreise per Flugzeug von Deutschland aus via Kopenhagen und Söndreströmfjord nach Ilulissat. Transfer zum Hotel. Nach langer Anreise heißt es ab ins Bett - wenn die Nacht des Polarsomers auch strahlend hell ist!!!
2. Tag: Erster Bummel im Ort und Besuch des Knud Rasmussen Museums. Gegen Mittag Abfahrt mit dem Boot nach Arve Prinsens Ejland. Übernachtung im alten Fängerhaus.
3. Tag: Wanderung von ca. 4-5 Stunden auf Höhe 385 (grandioser Blick hinüber zum Eqip Sermia-Gletscher!) und dann runter zur Kangerdlo Bucht, wo das Boot auf die Wanderer wartet und zurück zur Hütte bringt.
4. Tag: Fahrt nach Quervains Havn am Eqip Sermia-Gletscher. Installation unseres Camps ca. 150 m über dem Meeresspiegel ( aus Sicherheitsgründen!!! Wenn am Gletscher Eisberge abbrechen, gibts riesige Flutwellen!) auf einer Bergterrasse in der Nähe der Ruine einer Hütte. Das alte Basislager einer französischen Polarexpedition mit Schneekatzen aufs Inlandeis.
5. Tag: Wanderung (ca. 6 Stunden) entlang der Spuren der franz. Kettenfahrzeuge zum Inlandeis.
6. Tag: Fahrt entlang der Steilabbrüche der Insel Disco durch die Meerenge des Vaigat nach Sarqaq (Sonnenseite). Camp in der Nähe des Ortes.
7. Tag: Reservetag mit Wanderung in der Umgebung der kleinen Eskimosiedlung Sarqaq.
8. Tag: Fahrt auf die Westseite von Arve Prinsens Ejland. Übernachtung in der alten Walfängersiedlung Agpat/Ritenbenk.
9. Tag: Fahrt nach Skansenbucht auf Discoisland. Nachmittagswanderung durch interessantes, durch Vulkanismus geprägtes Gebiet.
10. Tag: Fahrt entlang der Steilabbrüche der Insel Disco nach Godhavn. Ankunft am Abend und Unterkunft in der Jugendherberge.
11. Tag: Ruhetag in Godhavn. Wandermöglichkeit hinauf ins Tal des Rödeelv (roter Fluß).
12. Tag: Fahrt quer über die Discobucht zur Landzunge von Avangnardlit. Schönes Camp südlich des großen Jakobshavn Isfjord.
13. Tag: Vormittags Wanderung hinüber zum Isfjord. Nach dem Mittagessen ca. 2-3 Stunden Abschlußfahrt entlang einer tollen Szenerie leise dahintreibender gigantischer Eisberge nach Jakobshavn.
14. Tag: Tageswanderung zum Isfjord mit seinen gewaltigen Eisbergen.
15. Tag: Vormittag zur freien Verfügung. Rückflug nach Deutschland via Kopenhagen.

Anforderungen: Kameradschaft, Komfortverzicht und eine Portion Abenteuerlust. Wanderungen in weglosem Gelände. Mithilfe beim Auf- und Abbau des Camps sowie beim "Küchendienst" wird erwartet.
Flug Kopenhagen - Söndre Stromfjord - Ilulissat - Söndre Stromfjord - Kopenhagen, Flughafen- und Sicherheitssteuer, Schiffsreise Ilulissat - Sarqaq - Discoinsel - Ilulissat, Expeditionszelte für jeweils 2 Personen, 3 Übernachtungen im Hotel (Ü/F), Duschgelegenheit in den kleinen Siedlungen, Vollverpflegung während der Schiffsreise, deutschsprachige TRH-Reiseleitung. Änderungen im Tourenverlauf vorbehalten.
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