|

Der Nahe Osten beherbergt die ältesten und unterschiedlichsten Kulturländer, Menschen und Landschaften auf engstem Raum. Er ist eine Schatzkammer, gefüllt mit historischen und archäologischenKost-barkeiten aus frühbiblischer Zeit und noch älterer Kulturen. Römer, Byzantiner, Araber, Kreuzritter und Osmanen sowie Judentum, Christentum und Islam hinterließen hier ihre Spuren.
Im Rahmen dieser besonderen Wandersafari wollen wir die großartigen Naturräume dieses faszinierenden Erdteiles auf den Spuren der Geschichte erwandern. Eindrucksvolle greco-romanischen Ruinen, Ritterburgen aus der Zeit der Kreuzzüge, das üppig grünende Tal des Jordan, die Ufer des Toten Meeres sowie die Gebirgswüstenlandschaft der Nabatäer bei Petra und im Wadi Rum warten darauf zu Fuß erkundet zu werden. Streckenweise verläuft unsere Reise auf der historisch bedeutungsvollen Königsstraße, ehemals eine der ältesten Handels- und Karawanenstraßen zwischen Babylon und Ägypten, von der schon in der Bibel die Rede ist und die selbst heute noch als wichtige Nord-Süd-Verbindung genutzt wird. Eine Wanderung im Wadi Rum beschließt diese besondere Wandersafari und ermöglicht Land und Leute auf eine intensive Art und Weise kennenzulernen.

1. Tag: Flug Deutschland - Amman.
2. Tag: Fahrt nach Jerash und Besichtigung der großartigen greco-romanischen Ruinen. Die Ruinen des antiken Gerasa zeugen bis heute vom guten Leben in einer Provinzstadt des römischen Imperiums und sind z.T. in einem hervorragenden Zustand. Wir bummeln entlang des Cardo Maximus und besuchen den großartigen Zeustempel und das riesige römische Theater mit mehr als dreitausend Sitzplätzen. Nachmittags geht es weiter zur mittelalterlichen, "arabischen" Burgruine Qala´at Al-Rabadh nahe der kleinen Ortschaft Ajlun. Die alte Festungsanlage ist sehr schön gelegen und gleicht uns bekannten mittelalterlichen Festungsbauten in Deutschland oder Frankreich. Tatsächlich wurde das Bollwerk 1184-85 n. Chr. von der Seldschuken-Dynastie unter Azz Al-Dinh, einem Neffen des berühmten Salah Al-Dinh, gegen die anrückenden Kreuzfahrer errichtet, die erst hier im "Heiligen Land" die hohe Kunst des Burgenbaues sowie diverse Belagerungstechniken um sie wieder zu zerstören erlernten. Übernachtung im Hotel in Ajlun.
3. Tag: Fahrt nach Madaba, berühmt für seine byzantinischen Mosaikfunde. Wir besichtigen in der St. Georgskirche die Reste der berühmten "Madabarkarte" aus dem 6. Jahrhundert. Ein Bodenmosaik mit der antiken "Landkarte von Palästina". Leider ist nur ein Drittel erhalten geblieben. Allerdings erkennt man darauf noch sehr gut den Jordan, das Tote Meer und Jerusalem. Weiter gehts mit einem Stop an der kleinen Franziskaner-Abtei am Jabal Nebo (838 m), der Überlieferung nach die Begräbnisstätte des Propheten Moses und der Platz, von wo aus ihn Gott ins gelobte Land blicken ließ, daß er jedoch nicht mehr betreten sollte. Bei guter Sicht blickt man von hier bis hinüber nach Jerusalem und den Bergen von Judäa. Eindrucksvoll ist der Blick 1230 m tief in den Jordangraben nach Jericho und auf das Tote Meer. Fahrt hinab in den Jordangraben ans Tote Meer. Gelegenheit zum Bad in der hochkonzentrierten Salzlake. Weiter gehts auf serpentinenreicher Gebirgsstrecke zur mächtigen "Kreuzfahrerfestung" Kerak, die über einer Kleinstadt gleichen Namens aufragt. Der Ort selber hat noch sehr viel orientalischen Flair und einen relativ hohen Teil "christlicher Palästinenser"! Hotelübernachtung in Kerak.
4. Tag: Der Ort Kerak wird schon in der Bibel als Qir-Heres erwähnt. Er war die "Hauptstadt" des "Königreiches" der Moabiter, denen die nomadisierenden Stämme der Israeliten das Leben schwermachten. Eine Besichtigung der imposanten Festung Kerak, einem Prachtstück mittelalterlicher Militärbaukunst der Kreuzfahrer, erlaubt einen guten Eindruck von der Machtentfaltung des "Königreiches von Jerusalem". Im Jahre 1142 n. Chr. unter dem französischen Adligen Payen le Bouteiller erbaut, wurde die Burg nach der Eroberung unter Salah Al-Dinh "modernisiert" und vergrößert. Gut zu erkennen an den schwarzen Steinen (Basalt u. Flintstein / franz. Bauphase) und den grauen Steinen (Kalk/arab. Bauphase). Ca. zweistündige Fahrt zum Naturschutzgebiet Dana und ca. 2-3stündige Wanderung. Der Ort Dana ist eines der wenigen jordanischen Dörfer, deren Gesamtbild noch nicht von "modernen" Wohn-Betonschachteln verdorben ist. Übernachtung im Dana-Camp der Naturschutzorganisation bzw. in einer einfachen Herberge im Ort.
5. Tag: Tageswanderung im Dana-Canyon. 1200 m geht es hinab zu den chalkolithischen Kupferminen im Wadi Finan. Diese Wanderung gewährt einen großartigen Einblick in die geologischen Formationen des Jordangrabenbruchs. Übernachtung im Dana-Camp der Naturschutzorganisation.
6. Tag: . Weiter gehts auf der alten Königsstraße (King´s Highway) zur Kreuzritterburg Shobak, herrlich gelegen oberhalb des Wadi Araba. Im Jahre 1115 n. Chr. unter dem französischen Adligen Beaudouin dem Ersten erbaut, wurde die Burg 1189 n. Chr. unter Salah Al-Dinh erobert und von den Marmeluken zweihundert Jahre später auf die heutige Form erweitert. Gegen Abend erreichen wir unser Hotel in Wadi Musa, einer kleinen Stadt, ca. 1 km oberhalb des Eingangstales zu Petra gelegen.
7. Tag: Tageswanderung ins Zentrum des antiken Petra. Wir betreten das faszinierende alte "Stadtzentrum" der antiken Nabatäerstadt Petra durch das Bab Es-Siq und laufen auf dem klassischen Weg durch die enge, fast anderthalb Kilometer lange und 200 m tief eingeschnittene Schlucht des Siq, die selbst am hellichten Tag oft in tiefem Dämmerlicht liegt. Am anderen Ende der Schlucht bleiben wir dann erstmals wie gebannt stehen, um den atemberaubenden Blick auf Al-Khazneh, das aus dem Sandstein gemeißelte "Schatzhaus", zu genießen. Anschließend geht’s über die "Straße der Fassaden" hinein in die rosarote (lachsfarben wäre wohl zutreffender) Felsenstadt mit ihren großartigen Monumenten. Über Treppen und einen schmalen Pfad geht es dann hinauf zum Großen Opferplatz (High Place). Man nimmt heute an, daß dieses Plateau und Heiligtum das religiöse Zentrum und den zentralen Opferplatz der nabatäischen Kultur darstellte. Geopfert (Tiere!) wurde hier den Göttern "Dusares" und "Al Uzza". Kurz vor dem Großen Opferplatz kommen wir an zwei unterschiedlich großen Obelisken (6 m und 30 m hoch) vorbei, die in der Frühzeit die nabatäischen Götter "Dusares" und "Al Uzza" symbolisierten. Die Obelisken wurden, so wie sie heute dastehen, aus dem anstehenden Fels herausgemeißelt. Das bedeutet, daß deswegen das gesamte Material des umgebenden Plateaus abgearbeitet werden mußte. Ein unwahrscheinlicher Aufwand - zur Ehre Gottes! Von hier oben hat man einen wunderbaren Blick über den größten Teil von Petra. Anschließend geht es dann wieder am Soldatengrab vorbei hinunter ins Zentrum von Petra. Nach der Mittagspause beginnen wir dann einen erneuten Aufstieg. Auf einem Treppenweg geht es vorbei am Löwen Triclinium und weiter durch eine vielfarbige und geologisch hochinteressante, zerklüftete Felslandschaft zum herrlich auf einem Hochplateau gelegenen Totentempel von El Deir. Nach erneutem Abstieg laufen wir dann entlang der Säulenstraße des Cardo Maximus zurück durch den Sig nach Wadi Moussa in unser Hotel.
8. Tag: Eine lange Tageswanderung bringt uns heute auf einem alten Pilgerweg am Schlangenmonument vorbei hinauf zum Jebel Haroun (1396 m), dessen Gipfel eine kleine Moschee krönt. Der Überlieferung nach wurde hier Aharon, der Bruder des Propheten Moses, begraben und seitdem von Juden, Muslims und Christen gleichermaßen verehrt - sofern sich einer noch hier herauf verirrt. Die Aussicht von hier oben ist einfach großartig und jeden Tropfen Schweiß wert.
9. Tag: Fahrt nach Beidah und Wanderung im Gebiet von Klein Petra. Klein Petra war sozusagen das Tor zu Petra-Stadt und der Punkt, wo alle ankommenden Handelskarawanen zur Kasse gebeten und Steuern zahlen mußten. Die in den umliegenden Felsen gähnenden Höhlen sind nachweislich seit der Jungsteinzeit bewohnt - bis heute! Wir folgen einem schmalen Pfad, der uns zuerst durch eine kleine Schlucht und dann über einen Bergrücken nach Petra führt. Gegen Mittag werden die Felsengräber von El Khubtha erreicht. Vier wunderschöne Fassaden sind hier in den roten Sandstein geschnitten, die im späten Nachmittagslicht regelrecht zu glühen scheinen. Ein kurzer Aufstieg bringt uns zum El Khubtha High Place, einem weiteren, schön gelegenen Opferplatz mit einem überwältigenden Blick hinunter zum Siq und Petra.
10. Tag: Wir verlassen Petra und fahren hinab ins Wadi Rum. Nach einer Mittagsrast im Wadi Rum-Resthouse geht’s per Pedes von den "Sieben Säulen der Weisheit" zu unserem Camp am Djebel Um Ishrin.
11. Tag: Tageswanderung im Wadi Rum mit seinen herrlichen Felsformationen, die im Abendlicht regelrecht erglühen. Durch das Wadi Qaa Um Al Tway und den Siq Al-Barrah gelangen wir zu unserem zweiten Camp am Djebel Burdah.
12. Tag: Entlag des Djebel Um Hashadeh und Djebel Burdah gelangen wir zur Felsbrücke von Um Fruth und anschließend zu unserem dritten Camp in der Nähe des Djebel Um Sabatah.
13. Tag: Fahrt über den Desert-Highway zurück nach Amman. Unterwegs besichtigen wir die berühmten byzantinischen Mosaike von Um Ar Rasas.
14. Tag: Rückflug nach Deutschland.

Kameradschaft, Abenteuerlust und etwas Komfortverzicht. Die täglichen Wanderungen betragen 4-6 Stunden bei Tagestemperaturen von ca. 18-35 Grad C (mittags)

Linienflug Deutschland - Amman und zurück mit IATA-Fluggesellschaft, Flughafen- und Sicherheitssteuern in Deutschland, Hotelnächte mit HP an den Tagen 1-4, 6-9 u. 13, Campübernachtungen mit VP im Wadi Finan und Wadi Rum an den Tagen 5 und 10-12, Alle Transfers und Wanderungen lt. Programm, deutschsprachige Reiseleitung. Änderungen im Tourenverlauf vorbehalten. Visa erforderlich.
|