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Südmarokko,
zu Füssen der majestätischen und im Winterhalbjahr schneebedeckten
Drei- bis Viertausender des Hohen Atlas, hat dem Naturfreund und
Wanderer sowohl kulturhistorische als auch landschaftliche Höhepunkte
zu bieten. Der große, "von der Sonne verwöhnte" saharische Süden
Marokkos mit seinen trutzigen Kasbahs (Berberburgen), bizarren
Tafelbergen, Canyons, Wanderdünen und fruchtbare Oasen ist daher das
Ziel unserer Wanderreise.
Auf "Schusters Rappen"
und per Geländewagen erschließen wir uns auf entlegenen Pisten
großartige und unberührte Oasen, Gebirgs- und Wüstenlandschaften.
Landschaftlich besonders reizvolle Wandergebiete, die im "kühlen"
Frühjahr und Spätherbst bei angenehmen Temperaturen hervorragend zu
erwandern sind.

1. Tag: Flug Deutschland - Casablanca - Ouarzazate. Transfer zum Hotel.
2. Tag:
Fahrt von Ouarzazate in Richtung Zagora, ins Gebiet der schwarzen Berge
von Tachgagalt. Die menschenfeindliche Einöde hat ihren ganz besonderen
Reiz. Dunkelbraune bis schwarze Tafelberge, grobes Geröll, z.T.
erstarrte Lava, kleine Wadis und wenig Grün geben dieser Gegend einen
etwas düsteren Charakter. Hinter der Ortschaft Ait Sawn geht es dann
hinauf zum Paß Tizi-n-Tinifit (1698 m), dem Startpunkt unserer ersten
Wüstenwanderung.
Nach etwa 5-6 Stunden Wanderung
durch die großartige Kulisse der Schlucht des Assif Fenfel, z.T. über
vom Wüstenlack schwarz gefärbte Felsstufen und auf gerölligem
Flußschotter, wird eine bescheidene Taloase erreicht. Eine kleine
Quelle, einige Palmen, eine einfache Lehmhütte - die abgelegene Welt
einer Halbnomadenfamilie, die hier Zuhause ist. Nach einer Mittagspause
geht es per Geländewagen weiter hinab ins Draatal. Kleine Gärten und
Felder sowie Berberdörfer mit ihren typischen Kasbahs beleben die karge
Gebirgslandschaft links und rechts des Draa. Das ganze Tal ist eine
riesige Flußoase, deren linke Seite von den gewaltigen Steilhängen des
Djebel Sagho begrenzt wird. Bei Agdz erreichen wir wieder eine
Asphaltstraße und weiter geht’s in zügiger Fahrt über N´Kob nach
Tazzarine. (Hotel)
3. Tag:
In der Nähe der Oase Ait Ouazik besichtigen wir einige Felsgravuren,
deren Alter auf ca. 8-10.000 Jahre datiert wird. Eine ca. 4 - 5
stündige Rundwanderung führt ca. 300 m hinauf zum Gipfel des Djebel Bou
Ingarf (1319 m), einer großen Kalktafel mit markanten Steilabbrüchen.
Geologisch gesehen ist die Entstehung dieser gewaltigen Kalktafel, eine
der letzten ausebbenden Verwerfungen des "Hohen Atlas", verwandt mit
der Entstehung der Alpen. Allerdings besteht das Gestein des
Zentralmassivs zum größten Teil aus älteren Sedimenten (dolimitisierten
Kalkes) des Erdmittelalters (Kambrium/Devon).
Während der Wanderung durchqueren wir mächtige Sedimentablagerungen und
dem kundigen Auge ist es mit etwas Glück möglich Versteinerungen
(hauptsächlich Trilobiten) zu finden. Im Jahre 1980 fand man sogar im
Tal des ASSIF AHANSAL das Skelett eines bisher völlig unbekannten
Dinosauriers mit einem Alter von ca. 190 Millionen Jahren. Es wurde von
der Fachwelt auf den Namen "Cetirsaurus magrebiensis" getauft.
Nachmittags geht’s in ca. 2-3stündiger Fahrt nach Zagora. In Zagora
erreichen wir eine der letzten größeren Siedlungen im Grenzgebiet zu
Algerien. Die hier lebenden Menschen sind eine z.T. recht dunkelhäutige
Mischbevölkerung aus Chleu-Berbern als auch Arabern und den Nachkommen
westafrikanischer Sklaven, welche einstmals die Feldarbeit im
südsaharischen Oasengürtel des Landes erledigen mussten. (Hotel)
4. Tag:
Fahrt mit dem Geländewagen das Draatal entlang in Richtung Süden. Nach
dem Töpferdorf Tamgroute verlassen wir die Hauptstraße und fahren über
Pisten entlang dem Fluss in die Region von Foum Takkat. Von nun an geht
es per Pedes durch malerische Palmenhaine, vorbei an der vom Sand
umgebenen, typischen Kasbah (Berberburg) von Nesrat im Herzen der
Palmerie. Wir folgen der Flussoase mit ihren riesigen Palmengärten, in
denen wir immer wieder einen Blick auf verschiedene Kasbahs erhaschen.
In der Region von El Blida warten unsere Geländewagen und bringen uns
ins nächste Nachtlager im Oasen-Zelthotel "Chez le Pacha", am Rande der
ersten größeren Dünen des Erg Sahl.
5. Tag:
Wir verlassen wieder die Asphaltstraße. Auf Wüstenpisten geht’s entlang
der mächtigen Tafelberge der Gebirgskette des Djebel Bani durch das
weite, sandige Wadi des Oued Draa, dessen Wasser bereits hinter Zagora
im Wüstensand versickerte. Ein relativ dichter Bewuchs von Tamarisken
und Akazien, echte Überlebenskünstler mit tiefreichenden Wurzeln,
zeugen von Wasseradern unterm Wüstensand. Mittagspause am Rande der
großen Dünenfelder von Chigaga. Gelegenheit zur Erkundung der
großartigen Dünen, die hier bis zu 60 m hoch werden. Auf Wüstenpisten
geht’s entlang der Dünenfelder und der Bergkette des Djebel Bani, durch
Wadis und über weite Lehm- und Schotterebenen weiter in Richtung
Nordwest. In der Ferne tauchen die malerischen Tafelberge von Maduar
Serir und Maduar Kebir auf, die Vorboten der Oase Foum-Zguid.
Übernachtung in einer einfachen, aber sauberen Auberge (kleines,
familiäres Hotel / nur Doppel- und Dreibettzimmerbelegung möglich).
6. Tag:
Ca. eine Stunde Fahrt auf guter Straße durch das Vorgebirge des
Antiatlas nach Amazzer. Zu Fuß folgen wir ca. 4-5 Stunden einem
Oasental und erreichen schließlich über einen kleinen Bergrücken den
Treffpunkt mit unseren Geländewagen. Fahrt auf guter Teerstraße nach
Ouarzazat. (Hotel)
7. Tag:
Abschlusswanderung von ca. 5 Stunden durch das weite Tal des Oued Melha
nach Ait Benhaddou, eines der schönsten und bekanntesten Kasbah-Dörfer
Marokkos. So pittoresk, dass es schon oft als Kulisse für Kinofilme
genutzt wurde. Das malerisch auf einem vorgeschobenen kleinen Plateau
erbaute Dorf und die Oase werden im Hintergrund von den schneebedeckten
Drei- und Viertausendern das Hohen Atlas überragt. Ein herrliches Bild.
Die alten, wehrhaften und aus Stampflehm und Lehmziegeln gebauten
Stammesburgen der hiesigen Berber geben noch einen guten Einblick in
die ehemalige Lebensweise. Die kleinen Zimmergewölbe, einst als
Vorratslager und z.T. als Wohnraum genutzt, sind recht verschachtelt
angelegt und oft abenteuerlich miteinander verbunden.
Lange Zeit haben die Berber in einer menschenfeindlichen, wüstenartigen
Landschaft überlebt und ihre kulturelle Identität bewahren können.
Heute sind diese alten Wehrsiedlungen von ihren Bewohnern größtenteils
verlassen. Erst die moderne Zivilisation mit ihren oft zweifelhaften
Annehmlichkeiten beginnt die traditionellen Lebensformen aufzulösen.
Die Jüngeren ziehen es vor in den moderneren Wohnsiedlungen am Fuß der
Berge zu wohnen, wo sie leichter mit Wasser und Elektrizität zu
versorgen sind. Nach der Besichtigung und einer Mittagspause geht es
zurück ins Hotel nach Ouarzazate. (Hotel)
8. Tag: Transfer zum Flughafen und Rückflug

Wanderungen von 4-6 Stunden durch wegloses Terrain.

Linienflüge mit IATA-Fluggesellschaften, Fahrten und Transfers per
Geländewagen, Übernachtung mit VP in guten Mittelklassehotels 2-3*,
komfortables Oasencamp am Tag 4, Herberge landestypischen Stils am Tag
5, deutschsprachige TRH-Wander-Reiseleitung. Änderungen im
Tourenverlauf vorbehalten.

| Preise: |
MAROKKO Wanderreise - Berge, Wüsten und Berberburgen
1380,- EUR ab/bis Frankfurt
Anschlußflüge ab allen deutschen Flughäfen via Frankfurt ca. 140,- EUR bis 210,- EUR (Spartarif - früh buchen!)
Rail & Fly ab allen Bahnhöfen + 85,- EUR
EZ-Zuschlag 140,- EUR
Kerosinzuschlag:
Infolge der Benzinpreis- entwicklung könnten eventuell wie schon im
Jahr 2008 Kerosinzuschläge anfallen. Die exakte Höhe der
Kerosinzuschläge könnte in diesem Falle erst bei der Buchung genannt
werden.
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| Termine: |
MA-WR10C 15.10.10 - 24.10.10 + MA-WR10D 25.12.10 - 02.01.11 ++’# + Saisonzuschlag 90,- EUR
++ Saisonzuschlag 130,- EUR
# 9-Tagetour. Flug direkt nach Ouarzazat
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| Teilnehmer |
8 - 20 Personen |
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